Mittwoch, 20. November 2019

Ausnahmezustand: Gutes Zeugnis für die A22

Die ergiebigen Schneefälle einer ungewöhnlichen Novembermitte haben das ordentliche Verkehrsnetz stark eingeschränkt, die Brennerautobahn AG konnte in diesen Tagen jedoch die strategische Strecke über den Brennerpass auf 1.370 Metern Meereshöhe durchgehend geöffnet halten – mit einer Ausnahme: am Sonntagmorgen war bei Kilometer 22 eine externe Elektroleitung auf die beiden Fahrbahnen gefallen.

Die Brennerautobahn AG hat in einer Aussendung verstärkte Kontrolle der Wintertauglichkeit der Fahrzeuge angekündigt.
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Die Brennerautobahn AG hat in einer Aussendung verstärkte Kontrolle der Wintertauglichkeit der Fahrzeuge angekündigt. - Foto: © Brennerautobahn AG

Die „vorsorgliche Umleitung“ stieß auf positive Resonanz: mit dieser Maßnahme wird der Verkehr bei Bedarf gefiltert, um schwerwiegenden Verzögerungen vorzubeugen und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Bekanntlich herrscht vom 15. November bis zum 15. April auf der A22 Winterausrüstungsplicht. Für die Sicherheit der Reisenden sind Winterreifen oder Schneeketten unerlässlich, weshalb die Straßenpolizei bereits verstärkte Kontrollen geplant hat, insbesondere für Schwerfahrzeuge.

„Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zählt zu den wichtigsten Aufgaben eines jeden Autobahnkonzessionärs“, erklärt A22-Geschäftsführer Diego Cattoni, „eine Aufgabe, die unsere Gesellschaft seit jeher klar vor Augen hat“, so Cattoni. „Dies bestätigen die objektiven Zahlen: die Unfallrate der A22, sprich das Verhältnis zwischen der Anzahl der Unfälle und den insgesamt zurückgelegten Kilometern auf der Autobahnstrecke, liegt weit unter dem gesamtstaatlichen Mittelwert.“

Verstärkte Prüfung der Wintertauglichkeit angekündigt

Die Entscheidung für eine Verstärkung der Kontrollen geht unter anderem auf die Ereignisse vom 1. und 2. Februar 2019 zurück: Außergewöhnlich starke Schneefälle und ein unverantwortliches Verhalten einiger Autobahnbenutzer haben zu folgenreichen Staus geführt. Die Brennerautobahngesellschaft wurde in der Folge verdächtigt, die notwendigen Vorkehrungen und Maßnahmen unterlassen zu haben. Inspektoren des Infrastruktur- und Transportministeriums sollten den Vorfall aufklären.

Fehlverhalten einzelner Verkehrsteilnehmer

Im Abschlussbericht der ministeriellen Prüfer steht: „Die Unterbrechungen und Staus in der Folge der Ereignisse vom 1. und 2. Februar, die sich auch auf Sonntag, 3. Februar niedergeschlagen haben, sind einem Fehlverhalten jener Autobahnbenutzer geschuldet, die gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen haben, darunter die zahlreichen Motorradfahrer auf dem Weg zum internationalen Elefantentreffen in Kombination mit ergiebigen und seit Tagen angekündigten Schneefällen; die LKW-Fahrer, welche in Richtung Norden die Not- und Überholspur blockiert und damit die Rettungseinsätze und Schneeräumungsarbeiten erschwert haben; dasselbe Fehlverhalten ist auch auf der Südspur erfolgt. Die Brennerautobahngesellschaft hat dafür gesorgt, die Autobahnbenutzer über jegliche Kommunikationskanäle zu informieren und laufend auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen.“ zu verhindern, zu regeln und zu vermindern.“

stol