Jetzt soll ein privater Wachdienst die Situation entschärfen und für mehr Ordnung sorgen.<BR /><BR />Da sich die Situation direkt am Dom – geprägt von Drogenhandel, Exkrementen, Müll, Lärm, Schlägereien sowie Schäden an den jahrhundertealten Mauern durch wiederkehrendes Urinieren – trotz der jahrelangen Bemühungen des Pfarrgemeinderates nicht besserte, beschloss dieser schließlich den Platz einzuzäunen. <BR /><BR />Gestoppt wurde das Projekt nach einem Vorschlag von Landeshauptmann Arno Kompatscher: Ein privater Sicherheitsdienst sollte am Pfarrplatz und auch in den anderen kritischen Bereichen der Altstadt für Ordnung sorgen. Der Pfarrgemeinderat stimmte dem Vorschlag zu, die Gemeinde Bozen ebenfalls. In den vergangenen Monaten ging es vor allem um die Finanzierung dieses privaten Sicherheitsdienstes. <BR /><BR />„Die Handelskammer wird sich nicht an der Finanzierung beteiligen“, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Mittwoch, „das Land wird diesen Anteil übernehmen und den Dienst zusammen mit der Gemeinde Bozen finanzieren.“ Nachdem diese Frage geklärt sei, könne jetzt die Ausschreibung starten, um so bald wie möglich den Auftrag für den privaten Wachdienst vergeben zu können.<h3> „Sechs private Wachkräfte im Einsatz“</h3>„Im Einsatz sein werden mindestens sechs private Wachkräfte“, kündigte Kompatscher an. Er gehe davon aus, dass der private Sicherheitsdienst entweder ab dem Christkindlmarkt oder im Anschluss starte. <BR /><BR />Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer, erklärte auf Anfrage, dass die Immobilie in der Südtiroler Straße, zu der auch der Innenhof in Richtung Verdiplatz gehöre, je zur Hälfte im Eigentum der Handelskammer und des Unternehmens Fruitservice GmbH sei. Man sei Teil eines Kondominiums, deshalb würden Entscheidungen grundsätzlich gemeinsam getroffen. Zudem baue man den Innenhof, „der künftig morgens geöffnet und abends geschlossen wird, um. Dafür werden die Handelskammer und Fruitservice einen Schließdienst einsetzen“, sagte Generalsekretär Aberer.