Donnerstag, 31. August 2017

Ausschreitungen in Rom – Eritreer mit Messer verletzt

Die römische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen der Verletzung eines Flüchtlings aus Eritrea eingeleitet. Der 40-jährige Mann soll Kinder, die sich nahe eines Flüchtlingslagers des Roten Kreuzes aufhielten, mit Steinen beworfen haben.

Die Polizei musste eingreifen.
Die Polizei musste eingreifen. - Foto: © LaPresse

Die Kinder sollen ihren Eltern von dem Vorfall berichtet haben. Daraufhin soll sich eine Gruppe von 50 wütenden Anrainern mit Flaschen und Stöcke vor der Flüchtlingseinrichtung versammelt haben. Es kam zu Krawallen, bei denen der Eritreer mit Messerstichen im Rücken verletzt wurde.

Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, schwebt laut den Ärzten jedoch nicht in Lebensgefahr. Das Rote Kreuz berichtet, der Eritreer sei wegen seines problematischen Charakters aus der Flüchtlingseinrichtung entfernt worden, hielt sich jedoch trotzdem in der Gegend auf.

Bürgerkomitees hatten bereits vor Monaten über Spannungen zwischen Anrainern und Migranten der Flüchtlingseinrichtung gewarnt, in der circa 100 Migranten untergebracht sind, obwohl es in der Struktur  lediglich Platz für 60 Personen gäbe.

stol/D

stol