Ziel der Aktion ist es, das Thema Ausländerfeindlichkeit aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und gängige Meinungen in Frage zu stellen. Plakate mit provokanten, frechen Aussagen unter dem Motto „Außerirdische raus“ werden an Bushaltestellen zu sehen sein, Postkarten und Bierdeckel in Bars aufgelegt, Aufkleber gedruckt. Die OEW möchte mit der Aktion zur Auseinandersetzung anregen. Idee und Ziele der Aktion„Ausländer stellen keine reale Bedrohung dar. Trotzdem werden sie oft als solche wahrgenommen. Gerade dieses irreale Bild einer vermeintlichen Bedrohung steht im Mittelpunkt einer Kampagne, die Fragen zu unserer Vision des Zusammenlebens aufwerfen soll. Brauchen wir wirklich Feinde aus dem All, damit wir uns verstehen?“, so der OEW-Vorsitzende Patrick Kofler am Montag auf einer Pressekonferenz in Bozen.„Mit dieser Aktion wollen wir einen Beitrag zu einer echten Diskussion leisten, bei der jeder und jede erstmal angestachelt wird, die eigene Position zu überdenken. Wir sind uns bewusst, dass es keine Rezepte für ein gutes Miteinander gibt. Das müssen wir als Südtiroler Gesellschaft selbst erarbeiten und entwickeln. Und dieser schwierige Weg führt über Diskussionen, Auseinandersetzung, Begegnungen, Kennenlernen und Dialog“, betonte Kofler. „Wenn wir es schaffen, uns gegen ein gemeinsames Feindbild zusammenzuschließen, dann wird dies uns auch für etwas Positives gelingen.“Ziel der Aktion sei es, Ängste zu thematisieren, Informationen zu liefern, Vorurteile abzubauen, Aktionen zu fördern und Begegnung und Auseinandersetzung zu ermöglichen. In Bozen, Brixen, Meran und Bruneck wird eine „lebendige Bibliothek“ die Gelegenheit einer Begegnung mit Menschen bieten. „DorDoggiSing“ wird für musikalische Unterhaltung sorgen. Abgeschlossen wird die Kampagne mit einem Diskussionsabend am 15. April in Brixen.