„Wenn die äußere und innere Welt durcheinandergeraten und die kleine eigene Welt nicht mehr in die der anderen passt, dann finden Kinder, Jugendliche und Erwachsene hier Zeit und Raum und die notwendige Begleitung, um die Dinge in sich und um sich wieder neu zu ordnen, um sich selbst wieder ins Lot zu bringen, sich selbst zu finden, sich zu erden“: So steht es auf der Webseite des Burger Hofes, externer Lernort der Kindergärten und Schulen des Schulverbundes Pustertal – und Paradebeispiel und Vorbild für weitere außerschulische Lernorte, die in Südtirol noch entstehen sollen – am besten in jedem Bezirk. <BR /><BR />Dieser Aufgabe widmet sich die neue „Stiftung für die Unterstützung des Bildungssystems der Deutschen Bildungsdirektion“, die Landesrat Philipp Achammer am Donnerstag in einer Pressekonferenz zusammen mit dem Stiftungspräsidenten und der Direktorin Angelika Griessmair vorgestellt hat. Die Stiftung wurde im Herbst 2023 gegründet und nahm im Herbst 2024 ihre Tätigkeit auf.<BR /><BR />Hinter dem Vorhaben, so Achammer, steckt die Erkenntnis, dass nicht alle Kinder und Jugendlichen dieselben Möglichkeiten haben, selbst wertschätzend aufzuwachsen. „Die Idee der Chancengleichheit ist hier zentral“, betonte Achammer. Für die externen Lernorte – einige gibt es bereits, andere sollen hinzukommen – stelle sich zunächst die Frage, „was brauchen Kinder und Jugendliche in so schwierigen Zeiten?“, so Achammer. Er ist überzeugt: „Eigentlich braucht es sehr wenig, eigentlich braucht es weniger“: Soll heißen, „es braucht einen Ort, an dem sich Kinder und Jugendliche auf das Wesentliche fokussieren können“. Oder wie es Stiftungspräsident Josef Watschinger ausdrückte, „einen Raum, an dem sie ihre Potenziale entfalten können“. Denn so verschieden Kinder und Jugendliche auch seien, „eines haben alle gemeinsam: Alle haben Potenziale“.<BR /><BR />In den außerschulischen Lernorten setzt man laut Watschinger auf die „Kraft der Natur“, auf das Tun, auf Handwerk, auf Gemeinschaft und authentische Erfahrungen. Neben dem Burger Hof sind auch die Erlebnisschulen in Langtaufers, die Draußenschule im Ahrntal und die werkSTOTTschual in Aschbach (Algund) solche besonderen Lernorte. Weitere solcher „Kraftorte“ sollen laut Watschinger entstehen, darunter ganz konkret in Eppan (in der alten Grundschule Perdonig). Manchmal, so der ehemalige Schuldirektor, „reicht eine gute Umgebung aus, damit Entwicklung in Gang kommt“. Das Personal der Strukturen bilden Lehrkräfte und Sozialpädagogen. Das Gesamtkonzept, so Direktorin Griessmair, soll „Kinder und Jugendliche stärken, damit sie Selbstvertrauen entwickeln und Verantwortung übernehmen können.“