Thomas Kolhaupt weiß nicht so recht, ob er sich freuen soll. Wie berichtet, leben er, seine Lebensgefährtin und seine Eltern seit Ende Juli vergangenen Jahres nicht mehr in ihrem Wohnhaus unterhalb von Bad Bergfall, nachdem das Haus zum dritten Mal bei schweren Unwettern vermurt worden ist. Seither bemüht sich die Familie um die Bewilligung zur Aussiedlung samt Notstandshilfe, die im Falle von Naturkatastrophen vorgesehen ist. <h3> Knackpunkt ist das landwirtschaftliche Grün</h3>Am Dienstag fand dazu eine Sitzung mit den Ämtern für Wildbachverbauung, Zivilschutz und Wohnbau in Bozen statt. „Man zeigte sehr viel Verständnis für uns und dafür, dass wir nach der dritten Vermurung nicht mehr in unser Haus zurückwollen und -können“, erzählt Kolhaupt. Deshalb stünde einer Notstandshilfe von Seiten des Landes auch nichts im Wege. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1016703_image" /></div> <BR /><BR />Soweit eigentlich ein Grund zur Freude für die Familie. „Voraussetzung ist allerdings, dass das Grundstück, das uns die Gemeinde zur Verfügung stellt, im landwirtschaftlichen Grün liegen muss, so wie es auch bei unserem derzeitigen Haus der Fall ist“, erklärt Kolhaupt. Und genau hier liegt das Problem begraben: Wie berichtet, hat die Gemeinde bereits ein Grundstück in Geiselsberg ausfindig gemacht – das allerdings in einer Wohnbauzone liegt. <h3> Familie erneut auf Suche nach Übergangsbleibe</h3>Deshalb muss nun ein Grundstück im landwirtschaftlichen Grün gefunden werden, wo die Familie bauen kann. „Laut meinen Informationen dauert das sicher ein bis eineinhalb Jahre, bis das Grundstück gefunden und alle urbanistischen Voraussetzungen geschaffen sind“, bedauert Kolhaupt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1016706_image" /></div> <BR /><BR /> Damit zerschlagen sich die Hoffnungen der Familie auf eine baldige fixe Bleibe wieder. In der derzeitigen Unterkunft können sie nur mehr bis Jahresende bleiben. Der Familie bleibt ein weiterer Umzug nicht erspart. „Für mich und meine Freundin suche ich möglichst bald eine Wohnung, für meine Eltern ab Jahresende“, sagt der 44-Jährige resigniert.