Donnerstag, 13. Februar 2020

„Auswandern oder nicht mehr arbeiten“

„Brain drain“ nennt sich das Phänomen, wenn kluge Köpfe das Land verlassen. In Südtirol beklagt man dies derzeit massiv. Doch das Problem ist vielfach hausgemacht. Woran es hapert? „Insbesondere an der Un-Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, sagt Valerie (Name geändert). Die Akademikerin und zweifache Mutter steht derzeit vor der Wahl, den Job hinzuschmeißen oder ins Ausland zu wechseln.

„Politik und  Wirtschaft müssen  endlich erkennen, dass mangelnde Familienfreundlichkeit und ,Brain Drain‘  zusammenhängen.“, so die zweifache Mutter Valerie. (Symbolbild)
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„Politik und Wirtschaft müssen endlich erkennen, dass mangelnde Familienfreundlichkeit und ,Brain Drain‘ zusammenhängen.“, so die zweifache Mutter Valerie. (Symbolbild) - Foto: © shutterstock
„Dolomiten“: Wie empfinden Sie die Kinderbetreuungsangebote?

Valerie: Sie sind absolut unflexibel und nicht aufeinander abgestimmt. Als ich mein zweites Kind bekommen habe, habe ich bei meinem Arbeitgeber den befristeten Arbeitsvertrag nicht verlängert bekommen. Das sei zeitlich mit 2 kleinen Kindern nicht vereinbar, hieß es. Anfangs war ich erbost über diese Aussage, aber inzwischen sehe ich, dass es tatsächlich nicht wirklich gut geht.

d