Freitag, 04. Juni 2021

Auswirkung der Lockdowns: Weniger Autos, weniger Stickstoffdioxid

Kein Straßenverkehr – weniger Stickstoffdioxid in der Luft: So könnte man die Ergebnisse der Untersuchung zusammenfassen, die das Landesstatistikinstitut Astat am Freitag veröffentlicht hat. Während der Lockdowns im Frühling und Herbst 2020 ist die durchschnittliche Konzentration dieses Schadstoffs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen – und zwar „drastisch“, wie das Astat schreibt.

Wegen der Verkehrseinschränkungen im Jahr 2020 gelangte weniger Stickstoffdioxid in die Luft.
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Wegen der Verkehrseinschränkungen im Jahr 2020 gelangte weniger Stickstoffdioxid in die Luft. - Foto: © APA / HELMUT FOHRINGER
Die Messstationen, deren Daten in die Erhebung einfließen, stehen am Bozner Hadrianplatz, am Parkplatz in der Goethestraße in Bruneck, in der Bahnhofstraße in Brixen, in der Trogmannstraße in Meran und an mehreren Stellen entlang der Brennerautobahn.

Besonders während des ersten Lockdowns im Frühling seien die Emissionen von NO2 deutlich gesunken; weniger ausgeprägt war der Effekt im zweiten Lockdown im Herbst. „Die NO2-Werte fielen während des gesamten Jahres 2020 und Anfang 2021 niedriger aus als jene der vorhergehenden 2 Jahre“, heißt es im Astat-Bericht.

Im Allgemeinen bestätigten die vorgestellten Stickstoffdioxiddaten, dass einerseits der private und gewerbliche Verkehr die wichtigsten anthropogenen Quellen für NO2 sind. Andererseits sei bei Vergleichen mit den Vorjahren wichtig zu berücksichtigen, dass die Schwankungen und die Besonderheiten der Schadstoffkonzentrationen auch von den meteorologischen Bedingungen abhängen, schreibt das Astat.

Stickstoffdioxid (NO2) ist ein Schadstoff, der hauptsächlich bei Verbrennungsprozessen entsteht. Insbesondere der Straßenverkehr trägt unter den Emissionsquellen am meisten zum Anstieg der Stickstoffdioxidwerte in der Luft bei.

stol