Sonntag, 11. Juli 2021

Auto fährt in Marktstand: Ein Mensch in Lebensgefahr

12 Menschen sind am Sonntagvormittag in St. Florian (Linz-Land) durch ein Auto verletzt worden, das in einen Marktstand vor dem Chorherren-Stift gefahren war. 5 Menschen wurden schwer verletzt, darunter schwebt eine Person in Lebensgefahr. 7 überstanden den Crash mit leichten Blessuren, darunter auch der 87-jährige Unfalllenker. Durch Zufall waren an dem Tag drei Ärzte beim Gottesdienst, die sofort Erste Hilfe leisteten, berichtete das Rote Kreuz der APA am Sonntag.

Mehrere Personen wurden zum Teil schwer verletzt.
Mehrere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. - Foto: © TEAM FOTOKERSCHI.AT
„Beim Eintreffen war die Lage sehr unübersichtlich“, schilderte Einsatzleiterin Claudia Engertsberger vom Roten Kreuz die Situation am Unglücksort. Der 87-Jährige war mit seinem Wagen vor dem Eingang des Augustiner Chorherrenstiftes aus vorerst unbekannter Ursache frontal in den Stand gerast. Schaulustige und Messbesucher hatten sich versammelt, gleichzeitig suchten die Rettungskräfte in der Menschenmenge nach Verletzten, die möglicherweise im Schock von der Unfallstelle gegangen waren. Durch Zufall waren auch 3 praktische Ärzte zuvor im Gottesdienst und leisteten mit den Einsatzkräften sofort Erste Hilfe.

Überwiegend Menschen über 50 Jahren wurden beim Unglück verletzt, sagte Engertsberger. Eine 21-Jährige, die als Markt-Verkäuferin arbeitete, war die Jüngste unter den Verletzten. Einer der Standl-Besucher erlitt eine offene Oberschenkelfraktur, andere mussten mit Becken- und Schädelverletzungen sowie Schnitt- und Schürfwunden medizinisch versorgt werden. Das AKH Linz, die Keppler Uni Klinik, das Krankenhaus in Steyr und das Klinikum Wels waren für die Versorgung der Verwundeten angesteuert worden. Insgesamt kamen 9 Fahrzeuge und 32 Rettungsmitarbeiter neben den Notärzten zum Einsatz.

Das Kriseninterventionsteam war ebenso alarmiert worden. Ein Teil der Notfall-Seelsorger hielt sich bei der Rot-Kreuz-Ortsstelle auf, da sich immer wieder Menschen nach möglichen betroffenen Angehörigen erkundigten.

apa