So geschehen – gleich mehrere Male – in den vergangenen Monaten in Lana. Die Zahl der Autoeinbrüche nimmt landesweit wieder zu – das belegen auch die Zahlen: 2022 wurden laut der Statistik der Carabinieri um 56 Prozent mehr Einbrüche in parkende Autos verzeichnet als im Corona-Jahr 2021.<BR /><BR />Wie berichtet wurde am vergangenen Freitag auch ein Pkw in Meran, unweit der Wohnsiedlung Ofenbaur, aufgebrochen, Handtasche und Geldtasche waren weg, Hunderte Euro in bar erbeuteten die Täter aus der Brieftasche und danach hoben sie noch mehrere Hundert Euro mit dem Bankomat ab. <h3>Wo Videokameras stehen, bleiben die Diebe fern</h3>In Lana ist es in den vergangenen Monaten beim Parkplatz am Eingang der Gaulschlucht hinter der Maria-Hilf-Apotheke zu mehreren Einbrüchen gekommen. Auch auf den peripheren Parkplätzen wurden solche Einbrüche verübt, berichtet Bürgermeister Harald Stauder. Die Erfahrung habe gezeigt: „Auf jenen Parkplätzen, wo Überwachungskameras installiert wurden, haben wir die Einbrüche auf null reduziert.“ Der Parkplatz am Eingang der Gaulschlucht werde im Laufe des Jahres mit Videokameras nachgerüstet, kündigt Stauder an. Auf allen öffentlichen Parkplätzen in Lana stünden Schilder, wo draufstehe: „Bitte lassen Sie keine Wertgegenstände, Taschen usw. sichtbar im Auto.“ Trotzdem würden die Bürger dann oft – wenn sie das Auto nur kurz verlassen – die Tasche im Auto zurücklassen. <BR /><BR />In Eppan wurde in den vergangenen Jahren auf 5 Parkplätzen Videokameras installiert. „Das hat Wirkung gezeigt“, berichtet Bürgermeister Wilfried Trettl.<BR /><BR />Der Kabinettschef der Quästur, Giorgio Augusto Porroni, rät dazu, nichts sichtbar im Auto liegen zu lassen, was Diebe anziehen könnte, und auch auf Parkplätzen nichts in den Kofferraum zu legen, denn man könnte dabei von Dieben beobachtet werden. <h3>Auf Parkplätzen nichts im Kofferraum verstauen</h3>Wer Sachen im Kofferraum verstauen wolle, sollte dies bereits zuhause tun, meint Porroni. „Anziehend“ für die Kriminellen seien nicht nur Geldtaschen, Smartphones oder Tablets, sondern auch große Taschen mit Kleidung. In bestimmten Zonen in Bozen sei das Risiko für einen Auto-Einbruch groß. Ein höheres Risiko hätten beispielsweise eher abgelegene Orte wie die Industriezone. Nicht selten seien die Täter bereits polizeibekannt. <BR /><BR />Für Ortspolizei-Chef Christian Carli ist es das Beste, überhaupt keine Sachen im Auto liegen zu lassen – auch nicht im Kofferraum. Taschen und Jacken im Auto würden die Diebe deshalb anlocken, weil sie dort eine Brieftaschen vermuten. Geld und Schmuck seien bei Einbrüchen die begehrteste Beute. <h3>Touristen besonders gefährdet</h3>Besonders anfällig, Opfer eines Einbruchs zu werden, sind Touristen, berichtet Carli. Manche erwische es am letzten Urlaubstag, wenn das gesamte Gepäck im Auto verstaut sei und sie noch schnell eine Besichtigung machen wollen. Auch würden Touristen auf Parkplätzen oft Sachen in den Kofferraum legen und nicht ahnen, dass sie dabei beobachtet werden können. Carli warnt auch Einheimische – Sportler – davor, das Auto irgendwo stehen zu lassen, die Geldtasche im Handschuhfach zu verstauen, um dann laufen zu gehen. <h3>Kontrollen in zivil, um Dieben Handwerk zu legen</h3>Laut Carli führen die Ordnungskräfte zwar immer wieder Kontrollen durch, auch in zivil, um Diebe zu erwischen, es sei aber schwierig.