Verletzungen und Blutergüsse am ganzen Körper – vom Schädel über Rücken und Bauch bis hin zu den Beinen: Die ersten Ergebnisse der Obduktion an der Leiche der zweijährigen Beatrice, die am 9. Februar in einer Wohnung in Bordighera tot aufgefunden wurde, sind bislang nicht eindeutig. <BR /><BR />Sowohl die genaue Todesursache als auch der Todeszeitpunkt lassen sich derzeit noch nicht mit Sicherheit bestimmen. Francesco Ventura, Gerichtsmediziner an der Poliklinik San Martino in Genua und gerichtlicher Sachverständiger der Staatsanwaltschaft in Imperia, hat nun 90 Tage Zeit, um sein abschließendes Gutachten vorzulegen. <BR /><BR />Während der rund dreistündigen Obduktion wurden Proben von Körperflüssigkeiten – darunter auch Blut – sowie Gewebe entnommen. Insbesondere die toxikologischen Untersuchungen könnten weitere Erkenntnisse liefern. In der Leichenhalle in Sanremo waren außerdem die Parteisachverständigen und die Anwälte der inhaftierten Mutter des Kindes, Manuela Aiello, sowie deren angeklagter Lebensgefährte anwesend. Beide stehen unter Verdacht, gemeinschaftlich eine Körperverletzung mit Todesfolge begangen zu haben. <BR /><BR />Ebenfalls anwesend war der Anwalt des Kindesvaters, der sich derzeit in Haft befindet. Nach Darstellung der Anklage soll Beatrice im Haus des Lebensgefährten der Mutter in Perinaldo gestorben sein. Die Mutter, die noch zwei weitere Töchter hat, soll anschließend den Leichnam mit dem Auto in ihre Wohngemeinde Bordighera gebracht haben. Dort soll sie den Notruf 112 verständigt und von einer Verschlechterung des Gesundheitszustands des Kindes infolge eines Sturzes von der Treppe am Tag vorher gesprochen haben. Die Mutter bestreitet vehement, ihre Tochter getötet zu haben. <BR /><BR />Inzwischen sind im Haus des Lebensgefährten Carabinieri der Spezialeinheit RIS eingetroffen. Sie suchen nach weiteren Spuren, die zur Aufklärung des Falls beitragen könnten.