Vertreter aus den 91 Sektionen und Ortsstellen, aus Politik und den Partnervereinen waren zur 107. Hauptversammlung des Alpenvereins nach Laas gekommen.Insgesamt 4368 neue Mitglieder schrieben sich im Vorjahr in den AVS ein, 2654 Personen beendeten die Mitgliedschaft. Damit hatte der Alpenverein Südtirol Ende des Jahres 60.644 Mitglieder, 1714 mehr, als im Jahr zuvor, was einem Plus von 2,91 Prozent gleichkommt. Bezirke in die Landesleitung eingebundenVor allem die laufende Umstrukturierung des Vereins sei im vergangenen Jahr gut vorangeschritten, so Georg Simeoni, Präsident des Alpenvereins, hinzugekommen sei das Referat Ausbildung. Die Bezirke wurden in die Landesleitung, dem entscheidenden Gremium im Alpenverein, eingebunden, durch die Aufnahme von Vertretern der Bezirke Vinschgau und Eisacktal/Wipptal wurde dies jetzt vervollständigt .Abgerundet wurde das nun über zwei Jahre laufende Strukturprojekt mit der Verabschiedung des neuen Leitbildes, das dem Alpenverein für die kommenden Jahre als Richtungsvorgabe dienen wird.Schutzhütten und WegeEin mehr als aktuelles Thema ist der Bereich Schutzhütten. Die Ausschreibung der Schutzhütten im Landesbesitz, an der sich der Alpenverein und der CAI in Form einer Bietergemeinschaft beteiligen möchten, wird demnächst stattfinden. Man werde allerdings nur teilnehmen, "wenn die alpinen Vereine die Möglichkeit haben, auch das Ehrenamt in wirtschaftlicher Hinsicht und ihr Know-How als Dienstleistung im öffentlichen Interesse einzubringen", so Simeoni.Zunehmend komplexer werde die Wegematerie. Hier bestehe politischer Handlungsbedarf, betonte der Präsident des Alpenvereins. Dieser fordert eine bessere Zusammenarbeit bei der Ausweisung von Mountainbike-Strecken, um Konflikte durch die Mehrfachnutzung zu vermeiden. Auch richtet Georg Simeoni einen Appell an die Politik, zur Wegehalterschaft und zur Finanzierung derselben "endlich Stellung zu beziehen."Schwerpunktthema KulturKulturreferentin Vera Bedin präsentierte die kulturellen Tätigkeiten des Alpenvereins. Das Kulturreferat bemüht sich seit einigen Jahren, die Alpingeschichte und insbesondere die Vereinsgeschichte der Bevölkerung näher zu bringen. Nach einer Gemeinschaftspublikation mit OeAV und DAV zur Geschichte des Alpenvereins in der Zwischenkriegszeit folgte im vergangenen Jahr eine Ausstellung zum selben Thema in Bruneck, Bozen und Schlanders.Neben dem historischen Engagement ist vor allem das Patenschaftsprojekt des Alpenvereins eine Herzensangelegenheit. Seit über zehn Jahren unterstützt der Alpenverein die Sherpamädchen in Nepal und sorgt für die Schulausbildung von neun bis zehn Patenkindern. Ehrungen und alpiner FörderpreisBei den Ehrungen sicherte sich die Sektion Schlern sowohl den Preis für die Sektion mit dem höchsten Mitgliederzuwachs als auch jenen für den höchsten Jugendanteil.In den Bereich der Ehrungen gehört auch der alpine Förderpreis, der im Zweijahresrhythmus vergeben wird und diesmal an den Pusterer Mark Oberlechner für seine herausragenden alpinistischen Leistungen in Fels und Eis ging.Laudator Simon Gietl holte den 22-jährigen Geographie-Studenten auf die Bühne und gratulierte dem Kletterer, der von anspruchsvollen Sportkletterrouten bis hin zu seinen alpinen Begehungen in den Dolomiten ein breites alpines Spektrum abdeckt. Oberlechner klettert seit rund acht Jahren, ist Routenbauer und Jugendtrainer beim AVS; seine Königsdisziplin ist das Onsight-Klettern im alpinen Gelände. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis wird seit 1999 verliehen und soll Nachwuchstalenten Anerkennung und zugleich Ansporn sein.Grußworte und NeuwahlenNach den Grußworten der Ehrengäste aus den Partnervereinen und von Landesrat Richard Theiner ging die Versammlung zu den anstehenden Wahlen über. Bestätigt wurde Ingrid Beikircher in ihrer Rolle als Vizepräsidentin und Referentin für Kommunikation, Judith Bacher als Referentin für Jugend und Familie und Damian Lamprecht für den Bereich Sportklettern. Neu gewählt wurden die Bezirksvertreter Albert Platter für den Vinschgau und Helmut Dorfmann für das Eisacktal/Wipptal.