Wie berichtet, steht nach mehr als 15 Jahren der Baubeginn für das geplante Hotel am Rosskopf bevor. Die Rosskopf Mountain GmbH hat einen Bauantrag eingereicht – allerdings in deutlich abgespeckter Form. Das Bauvolumen wurde stark reduziert, und damit entfällt die Pflicht zu einer aufwendigen Umweltverträglichkeitsprüfung. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/rosskopf-abgespecktes-hotelprojekt-auf-zielgeraden" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Hier mehr dazu)</a><BR /><BR />„Obwohl das Projekt nun offenbar so dimensioniert ist, dass es knapp unterhalb der gesetzlichen Schwellenwerte für eine UVP liegt (12.500 mü in dieser Höhenlage)“, stellt es nach Einschätzung des AVS weiterhin einen erheblichen Eingriff in eine bereits stark beanspruchte Landschaft dar. Für ein Vorhaben dieser Größenordnung wäre eine umfassende Prüfung der Umweltauswirkungen aus Sicht des Vereins unerlässlich.<BR /><BR />„Die Umsetzung des Bauvorhabens bringt einen weiteren infrastrukturellen Bedarf mit sich, unter anderem im Bereich der Abwasserentsorgung. Auch die Wasserversorgung wird kritisch gesehen. Ein weiterer sensibler Punkt ist die Verkehrserschließung. Zwar ist vorgesehen, dass Gäste ihre Fahrzeuge im Tal abstellen und mit der Bahn anreisen, doch bereits jetzt werden Ausnahmeregelungen diskutiert. Dies lässt Zweifel an der tatsächlichen Wirksamkeit des Verkehrskonzepts aufkommen“, so die Aussendung.<BR /><BR />Der Alpenverein Südtirol und die AVS-Sektion Wipptal betrachten den geplanten Hotelbau am Rosskopf aus diesen Gründen kritisch und plädieren für einen verantwortungsvolleren Umgang mit dem sensiblen alpinen Raum: die Erschließung der Bergwelt hat aus ihrer Sicht eine Grenze erreicht.