Montag, 06. Juni 2016

„Baby Gang“: Ernste Konsequenzen für 2 Minderjährige

Eine Gruppe Jugendliche und Kinder, „Baby Gang“ genannt, macht seit Wochen Südtirol unsicher. In Bozen und Meran sollen die Jugendlichen bereits auffällig geworden sein, sollen gepöbelt und zugeschlagen haben. Dies hat für 2 der Minderjährige nun ernste Konsequenzen.

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Archivbild - Foto: © shutterstock

Anfang Mai soll die Gruppe in Bozen-Kaiserau einen 9-Jährigen bei einem Spaziergang mit seinem Hund angepöbelt und tätlich angegriffen haben. Auch den Hund sollen sie mit Tritten attackiert haben (STOL hat berichtet). Nur wenige Tage später soll die Bande in Meran zugeschlagen haben: In den Unteren Wasserlauben sollen sie Passanten angepöbelt, einen älteren Mann belästigt und eine Geschäftsinhaberin attackiert haben (siehe eigener Artikel).

Bei den Mitgliedern der Gruppe handle es sich zum Großteil um italienische Staatsbürger, die der deutschen und italienischen Sprachgruppe zuzuordnen seien, berichtet Landeshauptmann Arno Kompatscher in seiner Antwort auf die Anfrage des Freiheitlichen Walter Blaas. Beim Vorfall in Kaiserau scheint es sich, so schreibt der Landeshauptmann und bezieht sich dabei auf Informationen aus dem Regierungskommissariat, um einen „einfachen Streit zwischen Minderjährigen zu handeln, der im Übrigen keine weiteren Konsequenzen mit sich brachte“.

Die meisten sind noch nicht mal 14 Jahre alt

Die Personalien der involvierten Jugendlichen seien der Quästur seit längerem bekannt. Doch: Der Großteil der Jugendlichen sei unter 14 Jahre alt und könne demnach nicht belangt werden. Für zwei andere jedoch – sie sind zwar noch minderjährig, aber älter als 14 – hatten die Vorfälle bereits ernste Konsequenzen: Ihnen sei eine „Zwangsmaßnahme auferlegt“ worden, so der Landeshauptmann. „Sie wurden einer Einrichtung mit Sitz außerhalb Südtirols anvertraut.“

stol

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