Donnerstag, 13. August 2015

Badeseen als tödliche Falle für Kinder und Senioren

Immer wieder kommt es im Sommer zu tödlichen Badeunfällen in Seen: Erst am Mittwoch ist ein Kleinkind im Kalterer See ertrunken. Doch auch ältere Menschen sind eine Risikogruppe.

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Foto: © shutterstock

Die tödlichen Gefahren für kleine Kinder lauern schon im flachen Wasser.

Gerade in Badeseen gibt es im Uferbereich einzelne tiefere Stellen. Oder zwei, drei Schritte weg vom Ufer und das Wasser wird tief. Dann kann es schnell zu spät sein.

„Kinder ertrinken leise“, erklärt der Rettungsschwimmer Frank Villmow von der DLRG Berlin. „Sie schreien nicht um Hilfe wie Erwachsene.“

Bei Kleinkindern sind Oberkörper und Kopf im Verhältnis zum Rest des Körpers schwerer. Reichen die Füße nicht mehr auf den Boden, kann der Körper nach vorne kippen. Der Kopf gerät unter Wasser. „Bei kleinen Kindern im Wasser müssen Eltern direkt danebenstehen“, sagt Villmow. „Es reicht nicht, wenn sie 50 Meter weiter auf einer Decke sitzen.“

Auch Senioren sind Gefahrengruppe

Gefährdet sind nicht nur Kinder. Ältere Menschen gehören ebenso zur Risikogruppe. Gerade Männer überschätzen ihre Kräfte. Auch hier sollte man besondere Vorsicht walten lassen.

dpa/stol

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