Mittwoch, 27. November 2019

Badeverbot für Vahrner See gilt auch 2020

Seit 2017 wurden 28 Tonnen Kriegsdelikte aus dem Vahrner See geborgen. Im März 2020 werden die Taucher der Kriegsmarine die Bergung fortsetzen. Das Badeverbot gilt somit auch für das kommende Jahr.

Seit September 2017 haben die Taucher aus dem Vahrner See  28 Tonnen Kriegsdelikte geborgen.
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Seit September 2017 haben die Taucher aus dem Vahrner See 28 Tonnen Kriegsdelikte geborgen. - Foto: © Marlene Piok

Auch im Sommer 2020 bleibt das Baden im Vahrner See verboten. Dies hat Bürgermeister Andreas Schatzer nach einer Aussprache mit dem Regierungskommissariat, dem Militär, der Forstverwaltung, der Präfektur, Grund-Eigentümerin Marlene Piok und Volksanwältin Gabriele Morandell am Montag mitgeteilt.

Das Militär hat seit September 2017 insgesamt 32.599 Stück Kriegsrelikte aus dem See geborgen. Das sind rund 28 Tonnen. Allein 2019 holten die Experten 25.000 Stück mit einem Gesamtgewicht von 20 Tonnen aus dem Weiher. „Die Experten können leider nicht sagen, wie viel noch im See liegt. Sie gehen davon aus, dass es noch sehr, sehr viel ist und die Bergung noch andauern wird“, berichtete Piok gestern über die Aussprache.

Im März 2020 wird Bergung fortgesetzt

Das Material sowie auch Scharniere von Holzkisten liegen in großen Mengen aufeinander. Das lässt die Experten laut Piok darauf schließen, dass Holzkisten voller Kriegsrelikte aus dem Ersten Weltkrieg über eine Rampe von den Gleisen in den See geschoben worden waren. Im Laufe der Jahrzehnte habe sich das Holz im Wasser aufgelöst, die Kriegsrelikte seien liegen geblieben.

Ab März 2020 werden die Marinetaucher die Bergungsphasen von je 2 Wochen wieder aufnehmen. Das Betreten des Wassers bleibt für die Bevölkerung strikt verboten. Möglich sei hingegen für das Regierungskommissariat laut Piok die Öffnung des östlichen Rundweges. Dort seien die letzten 3 Meter Wasseruntergrund bis zum Ufer geräumt.

d/stol