Montag, 16. März 2020

Bär wütet in Truden

Ein Bär – es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Problembär M49 – hat in der Nacht auf Montag in Truden zugeschlagen. Und zwar in unmittelbarer Nähe eines bewohnten Hofs.

Im Bild links unten sieht man die geplünderten Bienenstöcke in unmittelbarer Nähe des Nasa-Hofs in San Lugano.
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Im Bild links unten sieht man die geplünderten Bienenstöcke in unmittelbarer Nähe des Nasa-Hofs in San Lugano. - Foto: © Rudi Ventura
Was schon länger befürchtet worden war, ist nun eingetreten. Bär M49 ist in Südtirol. Der Bär plünderte mehrere Bienenstöcke in unmittelbarer Nähe des Nasa-Hofes in San Lugano in der Gemeinde Truden.

Wie STOL aus Truden erfahren hat, suche die Forstbehörde und der Jagdverband derzeit nach dem Großraubtier.

Anfang März hatte der Bär das Fleimstal im Trentino überquert und war in Richtung Südtirol unterwegs. Auf seinen Streifzügen zerstörte er einen Bienenstock und verletzte einen Esel. Am Sonntag soll er in Carano ein Schaf gerissen haben. Landesrat Arnold Schuler rief die Bevölkerung auf, Sichtungen zu melden und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Der Bär hatte schon im Juli vergangenen Jahres für Schlagzeilen gesorgt, er war aus einem eingezäunten Gehege südlich von Trient ausgebrochen. Im August 2019 hatte M49 tagelang die Gegend rund um das Weißhorn unsicher gemacht. In der Bletterbachschlucht kam es sogar zur Begegnung eines Wanderers mit dem Bär.

vs