Nach den letzten Raubzügen eines Bären sei es für den Südtiroler Bauernbund Zeit, das Life-Ursus-Projekt im Trentino zu beenden, so hieß es in einer Presseaussendung.„Mit dem Riss eines Pferdes haben wir eine neue Dimension erreicht. Es zeigt sich klar, dass Meister Petz nicht ein niedliches Kuscheltier, sondern ein gefährliches Raubtier ist, das dem Siedlungsraum immer näher kommt. Damit steigt die Gefahr für den Menschen“, erklärte Obmann Leo Tiefenthaler.„Schaden für unser Land“Tiefenthaler betonte: Die Angst unter der Bevölkerung und den Feriengästen in einigen ländlichen Gebieten steige. Daher habe der Bär im eng besiedelten Alpenraum nichts zu suchen. Tiefenthaler warnt auch vor einem Imageverlust.„Wenn sich in der internationalen Presse herum spricht, dass Bären bei uns auf Pferde losgehen, ist das ein immenser Schaden für unser Land.“„Wir brauchen einen konkreten Fahrplan“Es ist deshalb an der Zeit, konkrete Schritte zu setzen, so Tiefenthaler, der erklärte: „Die Politik ist gefordert. Das Problem einfach nur auszusitzen, funktioniert nicht, denn es wird immer größer. Was wir brauchen ist ein konkreter Fahrplan. Der Bär ist nicht von selbst gekommen, sondern Menschen haben ihn durch ein Projekt geholt. Dieses Projekt ist gescheitert. Nun ist es höchste Zeit, dass der Mensch es wieder beendet.“„Bevölkerung darf nicht mit dem Problem alleine gelassen werden“Auch der Landtagsabgeordnet der BürgerUnion, Andreas Pöder, und die Gemeinderätin und Vorstandsfunktionärin Christa Pardeller, fordern das sofortiges Handeln bezüglich der Bärenproblematik.„Die Landesregierung ist aufgefordert, sofort zu veranlassen, dass der Bär oder die Bären von einem fachkundigen Tierarzt und fachkundigen Personen mittels Betäubungsspritze eingefangen wird/werden. Die Bevölkerung und besonders die betroffenen Bauern dürfen nicht mit dem Problem alleine gelassen werden", so die BürgerUnion.Die Bären seien in einem großen und artgerechten Gehege unterzubringen. Der Bär Jurka im Trentino würde auch in einem Gehege leben.Ein gutes Beispiel ist nach Ansicht von Andreas Pöder und Christa Pardeller auch das Gehege in Deutschland: der Bärenwald Müritz, so die Ansicht der BürgerUnion.