Samstag, 17. Oktober 2015

Bärin attackiert Jogger: Ist das die Angreiferin?

Die Forstwache von Trient hat vor kurzem eine Bärin mit einem Sender ausgestattet. Es ist durchaus möglich, dass es sich bei dem Tier um KJ2 handelt. Jene Bärin, die Mitte Juni einen Jogger angefallen und schwer verletzt hatte.

Foto: Provinz Trient
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Foto: Provinz Trient

Es ist vier Monate her, dass der 45-jährige Wladimir Molinari beim Joggen in den Wäldern nahe dem Berg Bondone im Trentino von einem Bär attackiert und verletzt worden ist. Mitte Juni war das Tier, das für den Angriff verantwortlich ist, ausgeforscht worden: Es handelt sich um KJ2, eine zwölfjährige Bärin.

Mit drei Bärenjungen unterwegs

Am Donnerstagabend hat die Forstwache, gemeinsam mit tierärztlichem Personal des Sanitätsbetriebs, nun eine verdächtige Bärin eingefangen, mit einem Sender ausgestattet und wieder freigelassen. Das 133 Kilogramm schwere Tier war mit drei Bärenjungen unterwegs.

In den vergangenen Monaten war die Bärin intensiv beobachtet worden. Die Erkenntnisse der Beobachtungen legten den Schluss nahe, dass es sich bei dem Tier um KJ2 handelt, heißt es auf einer Internetseite, die die Provinz Trient für das Bärenprojekt eingerichtet hat.

Eine genetische Untersuchung von biologischem Material soll nun klären, ob es sich bei dem Tier um KJ2 handelt. Sei dies der Fall, gelte es, die Bärin zu „entfernen“. So war es nach der Attacke im Juni beschlossen worden.

Foto: Provinz Trient

 

KJ2 ist die Mutter von M12, M13 und M14

KJ2 dürfte einigen Südtirolern bekannt sein – vor allem wegen ihrer Jungen: Die Bärin ist die Mutter von M12, M13 und M14.

Zur Erinnerung: M12 war jener Bär, der am 9. Juni 2012 auf der Schnellstraße MeBo überfahren worden war. M13 war im Februar 2013 in der Schweiz abgeschossen worden. Der Bär habe sich immer mehr zu einem „Risikobär“ entwickelt, hatten die Schweizer Behörden damals erklärt. M14 wiederum war im April 2012 bei Klausen überfahren und getötet worden.

Bär im Vinschgau unterwegs

Auch aktuell ist in Südtirol Meister Petz unterwegs. Seit drei Monaten hält sich im Gebiet von Prad-Sulden-Trafoi ein Bär auf. Schäden an Bienenstöcken gehen auf seine Kosten.

stol

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