Bevor der Bahnhof verlegt und das Gelände verbaut werden kann, muss noch der neue Eisenbahntunnel durch den Virgl geschlagen und die neue Brücke gebaut werden. Das Tunnel-Vorprojekt gibt es bereits seit dem Jahr 2013, mittlerweile liegt das Ausführungsprojekt auf dem Tisch. „Derzeit wird die Lage erkundet, wo die Baustelle nahe des derzeitigen Nordportals des Virgl-Autotunnels eingerichtet werden kann“, erklärt Vizebürgermeister Luis Walcher. <BR /><BR />Er hat gestern seinen Stadtratskollegen die weitere Vorgehensweise erklärt. Diese sah vor, dass die zuständigen Gemeindeämter technische Gutachten erstellen mussten. „Die sind allesamt positiv ausgefallen“, berichtet Walcher. Die Stellungnahmen der Gemeinde werden nun gebündelt dem zuständigen Landesamt und der Schienennetzbetreiber-Gesellschaft RFI übermittelt. Letztere zeichnet für die Finanzierung, die mit rund 200 Millionen Euro zu Buche schlägt, und den Bau verantwortlich. <BR /><BR />„Es kann damit gerechnet werden, dass mit den Arbeiten Ende 2024 begonnen werden kann“, sagt Walcher. Es sei der erste wichtige Schritt in Richtung Bahnhofsverbauung. Denn: „Bevor der neue Tunnel samt Brücke nicht fertiggestellt ist, kann das Jahrhundertprojekt nicht in Angriff genommen werden“, sagt Walcher. Ein weiterer Vorteil der neuen Röhre ist, dass der Zugverkehr auf der Strecke Bozen − Meran potenziert werden kann. „Derzeit ist es bekanntlich so, dass der Zug von Meran kommend regelmäßig darauf warten muss, dass die Brennerbahn-Linie für die Einfahrt in den Bozner Bahnhof frei ist“, weiß der Vizebürgermeister. Durch den neuen Tunnel würde der Schienenstrang der Linie Bozen − Meran „autonom“ in den Tunnel einfahren. Im Klartext: 3 Geleise stehen nach dem Ende der Bauarbeiten zur Verfügung.