„Besonders, wenn Gegenstände in Sichtweite zurückgelassen werden“, berichtet Gabriella Hillebrand, die in einem Lebensmittelbetrieb nahe dem Bahnhof arbeitet und selbst regelmäßig dort parkt. „Ich selbst lasse nichts auf oder unter den Sitzen liegen, wenn ich dort parke – auch keine Kleidungsstücke“, fährt die 59-Jährige fort.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1154493_image" /></div> <h3> „Aus Tätersicht bietet der Parkplatz günstige Voraussetzungen“</h3>Dass auf dem Parkplatz am Bahnhof Untermais besonders häufig eingebrochen werde, darüber sei Gemeinderat Reinhard Bauer nicht im Bilde. „An Orten, an denen viele Autos parken, kommt es tendenziell häufiger zu Fahrzeugeinbrüchen.“ <BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-69501911_quote" /><BR /><BR /><BR />Dennoch könne der Gemeinderat nachvollziehen, dass der Parkplatz auf Autoknacker einladend wirken könnte: „Der Bereich des Parkplatzes ist weniger frequentiert und meines Wissens nicht videoüberwacht – aus Tätersicht bietet er günstige Voraussetzungen.“<h3> Bahnhof Untermais soll umgestaltet werden</h3>Die Stadtgemeinde wisse um den Ausbaubedarf des Bahnhofs: „Der Bahnhof Untermais soll in Zukunft zu einem intermodalen Knotenpunkt ausgebaut und im Zuge dessen umgestaltet werden.“ Unter anderem sollen die Busverbindungen ausgebaut und der angrenzende Parkplatz dabei neu gestaltet werden.<BR /><BR />Allerdings, so Bauer, lassen sich solche Vorfälle nicht allein durch einen stärker frequentierten Bahnhof und den Ausbau der öffentlichen Sicherheit effektiv reduzieren: „Vielmehr zeugen derartige Vorkommnisse von allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungen und lassen sich nicht ausschließlich auf den Standort oder die spezifischen Gegebenheiten des Bahnhofs zurückführen“, erklärt der Gemeinderat, der als Referent in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt Maßnahmen zur Gewaltprävention begleitet.<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-69501918_quote" /><BR /><h3> „Gesellschaftliche Phänomene erfordern soziale Lösungsansätze“</h3>Gesellschaftliche Phänomene erfordern soziale Lösungsansätze, weiß Bauer: „Binden wir sozial auffällige Personen stärker mit ein, können derartige Vorfälle stark reduziert werden.“ Ein Beispiel dafür sei das Graffitiprojekt ,ImmaginaMaia', das vor rund drei Jahren in Meran stattfand, erinnert er sich.<BR /><BR />„In dieser Zeit kam es bei der evangelischen Pfarrkirche in Untermais – rund 100 Meter vom Bahnhof Untermais entfernt – vermehrt zu Autoeinbrüchen.“ Dafür verantwortlich sei damals eine Gruppe von Jugendlichen gewesen. Auch diese Jugendlichen wurden in das Graffiti-Projekt eingebunden. „Sie konnten ihrer kreativen Energie freien Lauf lassen, die Einbrüche gingen zurück.“