Montag, 03. Januar 2022

Bahnpolizei: 113.000 Kontrollen in einem Jahr durchgeführt

Die Bahnpolizei von Verona, Vicenza, Trient und Bozen hat im vergangenen Jahr rund 113.000 Personen kontrolliert. Das entspricht einem Zuwachs der Kontrollen von 29 Prozent im Vergleich 2020, der auch den Corona-Maßnahmen geschuldet sei.

Die Bahnpolizei hat im vergangenen Jahr deutlich häufiger kontrolliert.
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Die Bahnpolizei hat im vergangenen Jahr deutlich häufiger kontrolliert. - Foto: © Bahnpolizei
Bei diesen 113.000 Kontrollen wurden 43 Personen festgenommen, gegen 468 wurden Ermittlungen aufgenommen, wie aus dem ersten Jahresabschlussbericht der Bahnpolizei hervorgeht.

Zahlreich waren im vergangenen Jahr auch die Beschlagnahmungen: 18 Waffen sowie 1314 Gramm Haschisch und Marihuana.

Insgesamt wurden 2021 12.539 Patrouillen in den Bahnhöfen auf Kontrolle geschickt, 335 Patrouillen waren an Bord von Zügen unterwegs. Dabei wurden insgesamt 685 Züge kontrolliert.

Bei ihren Kontrollen konnten die Polizisten 25 vermisste Personen auffinden, 18 von ihnen waren Minderjährige.

Ausgebaut wurde die Präventionstätigkeit der Bahnpolizei durch insgesamt 34 auf dem ganzen Staatsgebiet durchgeführte Aktionen: 12 „Stazione Sicure“, die darauf abzielten Kriminalität an Bahnhöfen entgegenzuwirken, 12 „Rail Safe Days“, mit dem Ziel gefährliche Handlungen, die zu Unfällen führen können, unterbunden werden, 11 gegen Kupferdiebstahl gerichtete „Oro Rosso“ und 3 „Action Week“, an denen die Kontrolle von Gefahrengütern intensiviert wurde.

Im Zusammenhang mit Kupferdiebstahl an den Gleisen, der immer wieder zu Zugverspätungen führt, haben die Polizisten 183 Kontrollen in Metallsammellagern durchgeführt, 31 Patrouillen kontrollierten entlang der Gleise und 15 mal wurden verdächtige Fahrzeuge aufgehalten.

Dabei brachten die Ermittler ans Licht, dass 2021 rund 353 Tonnen Metall illegalerweise dort abgeliefert wurden. 8 Personen wurden angezeigt, 6 Fahrzeuge beschlagnahmt und Verwaltungsstrafen in Höhe von insgesamt 52.000 Euro ausgesprochen.

Auch in diesem Jahr musste die Bahnpolizei diverse Fälle registrieren, in denen Kinder und Jugendliche im Spiel oder als Mutprobe auf den Gleisen unterwegs waren. Um dieses gefährliche Verhalten zu unterbinden läuft bereits seit geraumer Zeit eine Sensibilisierungskampagne der Bahnpolizei an Schulen. Im vergangenen Jahr wurden so 2251 Schüler erreicht.

stol

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