„Wir wollen die Politik in ihrem Bestreben nach einer Anbindung Graubündens an das internationale Schienennetz unterstützen“, betonte dessen Vorsitzender Dario Giovanoli bei der ersten Jahresversammlung. Wie aber ist der Stand der Dinge und gibt es Fortschritte?<BR /><BR />Leider nein. In Sachen Alpen-Bahnkreuz Terra Raetica tut sich nichts. Das ärgert den Förderverein auf Schweizer Seite, der bei seiner ersten Jahresversammlung endlich konkrete Schritte für eine Bahnverbindung zwischen Graubünden und dem Vinschgau forderte – sowohl von der Schweizer Politik als auch von Südtiroler Seite.<BR /><BR />Große Hoffnungen hatte man in das Treffen den Lenkungsausschusses der Terra Raetica in Scuol im März gesetzt, wo die Länder Südtirol, Nordtirol und der Kanton Graubünden beteuert hatten, dass man nun vom Reden ins Handeln komme wolle. Geschehen sei nicht, ärgerten sich die Verantwortlichen des Fördervereines. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="804440_image" /></div> <BR /><BR />In der Schweiz sei das Projekt eines Bahntunnels zwischen dem Unterengadin und dem Vinschgau noch immer nicht von gesamtstaatlichem Interesse erklärt worden. „In Bern wissen die gar nicht, dass wir das wollen“, stellte Verkehrsplaner Paul Stopper fest. Gelder für die Planung wären vorhanden; sie müssen nur genützt werden.<BR /><BR />Aber auch auf Südtiroler Seite habe sich seit dem hochrangigen Treffen in Scuol nichts getan, hieß es bei der Jahresversammlung des Fördervereines „Pro Alpenkreuz Terra Raetica“.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="804443_image" /></div> <BR /><BR />Einzig auf lombardischer Seite sei Bewegung in die Sache gekommen. Mittel aus dem Grenzgemeindenfonds werden für eine geologische Untersuchung eines möglichen Eisenbahntunnels unter dem Stilfser Joch eingesetzt. Gelder aus dem staatlichen Wiederaufbaufonds sollen für den Bau einer Bahnverbindung zwischen Bormio und -tirano verwendet werden.<BR /><BR />An der Jahresversammlung des Fördervereines nahm eine Abordnung aus der Region Lombardei mit Silvia Cavazzi, der Bürgermeisterin von Bormio, teil, die ihr Interesse an einer Anbindung an das künftige Bahn-Alpenkreuz Terra Raetica bekräftigte. Für den Vinschgau waren der Malser Bürgermeister Josef Thurner und Walter Gostner, der Präsident des Südtiroler Fördervereines „Pro Bahn Terra Raetica“, anwesend.<BR />