<BR /> Nach tagelanger Intensivbehandlung konnte die Einjährige schließlich gesund entlassen werden und ist nun wieder bei ihrer Familie.<BR /><BR />Die vermutliche Ursache der Infektion ist ein Bergkäse aus Rohmilch, der in einer Molkerei im Fleimstal produziert wurde. In einer Probe des Käses wiesen Behörden Escherichia-Coli-Erreger nach. Das Gesundheitsministerium reagierte prompt, ließ das Produkt sicherstellen und zog es aus dem Verkehr. Auf der offiziellen Website wurde als Grund das mögliche Vorhandensein pathogener Bakterien angegeben.<BR /><BR /><BR />Das einjährige Mädchen wurde zunächst in Innichen behandelt, bevor es nach Bruneck, dann Bozen und schließlich in die pädiatrische Nephrologie des Krankenhauses von Padua verlegt wurde. Auf Nierenerkrankungen spezialisierte Kinderärzte versorgten es dort. Am Montag konnte das Mädchen nach intensiver Pflege wohlbehalten entlassen werden, wie die Zeitung „Alto Adige“ berichtet.<h3> Risiko durch Rohmilchprodukte</h3>Der betroffene Käse wird aus nicht pasteurisierter Milch hergestellt, wodurch pathogene Mikroorganismen in seltenen Fällen erhalten bleiben können. Während die Bakterien für gesunde Erwachsene meist harmlos sind, stellen sie für Kleinkinder und ältere Menschen ein Gesundheitsrisiko dar.<BR /><BR />Die Präventionsabteilung des Sanitätsbetriebes im Trentino warnte vor dem Konsum von Rohmilchprodukten bei Kindern unter 5 Jahren und älteren Menschen. Typische Symptome einer Infektion umfassen Durchfall, Erbrechen, starke Bauchschmerzen und Schläfrigkeit.<h3> Erinnerung an einen tragischen Fall</h3>Der Vorfall erinnert an das Schicksal des kleinen Mattia, der 2017 nach dem Verzehr von kontaminiertem Rohmilchkäse ins Koma fiel. Der damals 4-jährige Bub erholte sich nicht mehr. Seine Familie erhielt später eine Entschädigung in Höhe von einer Million Euro. Ärzte hatten ein hämolytisch-urämisches Syndrom diagnostiziert, das – wie im aktuellen Fall – durch Escherichia-Coli-Bakterien verursacht wurde.