Mittwoch, 21. April 2021

Bald besserer Lärmschutz für Bozner Boden-Rentsch

Die Zone Bozner Boden-Rentsch soll schon bald besser vor Bahnlärm geschützt sein. Am heutigen Mittwochvormittag haben Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider und Umweltlandesrat Giuliano Vettorato mit Vertretern der Gemeinde Bozen, der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz, der STA Südtiroler Transporstrukturen AG und des italienischen Schienennetzbetreibers RFI auf dem Areal der Linie der Brennerbahn in Bozen das Startsignal für den Bau von Lärmschutzwänden gegeben.

Massimo Chinaglia (RFI), Georg Pichler, Massimiliano Valle (STA), Chiara Rabini (Gemeinde Bozen), Landesrat Daniel Alfreider, Bürgermeister Renzo Caramaschi, Landesrat Giuliano Vettorato und Joachim Dejaco am Bahnhofsareal in Bozen.
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Massimo Chinaglia (RFI), Georg Pichler, Massimiliano Valle (STA), Chiara Rabini (Gemeinde Bozen), Landesrat Daniel Alfreider, Bürgermeister Renzo Caramaschi, Landesrat Giuliano Vettorato und Joachim Dejaco am Bahnhofsareal in Bozen. - Foto: © STA/Margit Perathoner
Entlastung und mehr Lebensqualität für die Anwohner

„In der Zone Bozner Boden-Rentsch ist der Bau von 2 Lärmschutzwänden geplant, die an die bereits bestehenden Wände angeschlossen werden“, erklärte Mobilitätslandesrat Alfreider. Eine 205 Meter lange Wand nördlich vom Bozner Bahnhof bis kurz nach der Unterführung Pfannenstielweg- Rentschnerstraße soll laut Landesrat die Anwohner der Zone Rentsch besser vor dem Bahnlärm schützen. Die zweite 469 Meter lange Wand vom Bahnhof bis zur Unterführung des Pfannenstielwegs ist zur Entlastung der Anwohner am Bozner Boden vorgesehen.

Für die Anrainer bedeuten diese Infrastrukturen laut Umweltlandesrat Vettorato künftig eine verbesserte Lebensqualität: „Die Lärmschutzwände sind rund 5 Meter hoch, wobei die letzten 3 Meter, einschließlich des geneigten Aufsatzes, aus Glas sind. Sie sind so konzipiert, dass sie die Mindestanforderungen des Landes Südtirol von mindestens 5 Dezibel Lärmreduzierung einhalten.“ Vettorato ist überzeugt, dass gerade in diesem Bereich die Ressorts für Umwelt und Mobilität ihre Kräfte bündeln müssen, um für eine Entlastung der Anrainer zu sorgen.




„Mit dieser Maßnahme greifen wir in punkto Lärmschutz in einem wichtigen Teil der Stadt ein“, betonte der Bozner Bürgermeister Renzo Caramaschi, der sich zufrieden mit dieser Aufwertung der Lebensqualität für die Anwohner zeigte. „Dies ist ein weiterer kleiner Schritt für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt gemäß der im Juli 2018 unterzeichneten Vereinbarungen“, sagte Caramaschi.

Schutzwände erwirken quasi eine Lärmhalbierung fürs Ohr

„In der Zone Bozner Boden-Rentsch wird der Lärmgrenzwert für die Nachtstunde seit vielen Jahren deutlich überschritten - wobei bereits der Grenzwert von 60 Dezibel sehr störend ist“, erklärte Georg Pichler, Direktor des Amtes für Luft und Lärm in der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz.

„Zudem sprechen wir hier von einem Mittelwert, der zwischen 22 Uhr und 6 Uhr gemessen wird - einzelne Züge können daher um einiges lauter sein“, sagte Pichler. Durch den Bau der Wände könne der Lärm jetzt deutlich hörbar vermindert werden. Für jene Anrainer, die in den unteren Stockwerken leben, könne dies auch ein Minus von mehr als 10 Dezibel betragen. „Dabei kann man sich das so vorstellen, dass eine Reduktion von 10 Dezibel für das Ohr eine Halbierung des Lärms bedeutet“, erklärte Pichler.

Kooperation zwischen Land und italienischem Schienennetzbetreiber RFI

Die Errichtung der Lärmschutzwände ist Teil einer Vereinbarung zwischen dem Land Südtirol und dem italienischen Schienennetzbetreiber RFI. „Der Bau von Lärmschutzwänden ist für RFI eine gesetzliche Verpflichtung, deren Umsetzung auch in kurzer Zeit erfolgen kann. Die Zusammenarbeit zwischen RFI und der Autonomen Provinz Bozen ist ein positives Beispiel und die im Laufe der Jahre erzielten Ergebnisse haben immer konkrete Vorteile für das Gebiet gebracht“, heißt es vom Schienennetzbetreiber RFI.

Mit dem Ausführungsprojekt wurde die landeseigene STA - Südtiroler Transportstrukturen AG beauftragt. „Unser Ziel ist es, die Lärmschutzwände Anfang 2022 fertigzustellen“, meint STA-Generaldirektor Joachim Dejaco.

lpa

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