Montag, 25. Januar 2016

Bande mit gestohlenem Audi terrorisiert Norditalien

Die Polizei jagt im ganzen norditalienischem Raum eine kriminelle Bande, die an Bord eines gestohlenen gelben Fahrzeugs der Marke Audi Autofahrer in den Regionen Venetien und Friaul Julisch Venetien terrorisiert haben soll.

Der gestohlene Audi, nach dem in ganz Norditalien gesucht wird. - Foto: Facebook/Questura Vicenza
Der gestohlene Audi, nach dem in ganz Norditalien gesucht wird. - Foto: Facebook/Questura Vicenza

Der Wagen mit Schweizer Kennzeichen wurde auch in Kärnten gesichtet.

Der mit einem Lamborghini-Motor ausgestattete Audi Rs4, der eine Geschwindigkeit von über 300 Stundenkilometer erreichen kann, wird gesucht, nachdem er in der Nacht auf Freitag vor zwei Polizeikontrollen unweit von Mestre geflohen ist.

Die dreiköpfige Bande, die laut Polizei „vermutlich aus slawischen Kriminellen“ besteht, durchbrach eine Schranke einer Mautstelle in Spinea bei Venedig und setzte ihre Fahrt mit rasender Geschwindigkeit auf dem Pannenstreifen der Gegenfahrbahn, sozusagen als Geisterfahrer fort (siehe Video einer Überwachungskamera).

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Die Polizei geht davon aus, dass der Audi indirekt einen tödlichen Unfall verursacht haben dürfte. Der Fahrer eines Kleinlasters hatte wegen des entgegenrasenden Audi abrupt abgebremst; das dahinter fahrende Auto krachte fast ungebremst in den Lkw. Dabei kam eine 57-jährige Russin ums Leben.

Die Ermittler überprüfen jetzt Videoaufnahmen des Autos mit den drei Insassen. Gefahndet wurde, auch mit Hubschraubern, im ganzen norditalienischen Raum. Die Bevölkerung wurde um Hinweise gebeten.

Das auf dem Mailänder Flughafen Malpensa gestohlene Auto, das einem Russen gehört, wurde bereits von unzähligen Personen gesichtet.

Auch die österreichischen und die slowenischen Behörden sind alarmiert. Das Auto sei am Mittwoch gegen 21.00 Uhr von einer Laserpistole auf der Autobahn Richtung Villach unweit von Arnoldstein aufgenommen worden, berichtete die friaulische Tageszeitung „Il Messaggero veneto“. Auch hier setzten die Insassen ihre Fahrt einfach fort. Die Kärntner Polizei meldete den Vorfall den Kollegen in Udine.

apa

stol