Freitag, 30. November 2018

Bande von Auftragsmördern in Spanien ausgehoben

Eine vor allem von Schweden gebildete Bande von Auftragsmördern ist an der spanischen Costa del Sol ausgehoben worden. In der Provinz Málaga im Süden Spaniens und im schwedischen Malmö seien in Zusammenarbeit mit den Behörden des nordeuropäischen Landes insgesamt 9 mutmaßliche Bandenmitglieder festgenommen worden, teilte die spanische Polizei am Freitag mit.

9 mutmaßliche Mörder konnten festgenommen werden.
9 mutmaßliche Mörder konnten festgenommen werden. - Foto: © shutterstock

Von den 5 in Málaga festgenommenen Personen seien unterdessen 2 unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Der Schlag gegen die Bande, die „Los Suecos” (”Die Schweden”) genannt wurde, habe bereits zur Aufklärung von 2 Mordfällen geführt, heißt es in der Polizeimitteilung. Im ersten Fall sei ein 37-Jähriger im Mai vor einer Kirche in Malaga nach der ersten Kommunion seiner Tochter in seinem Wagen erschossen worden. Als aufgeklärt gelte auch der Mord an einem Mann, der im August vor seinem Haus im Estepona im Kugelhagel eines auf einem Fahrrad fahrenden maskierten Angreifers ums Leben gekommen war. Für beide Taten seien „Die Schweden” verantwortlich gewesen, hieß es.

"Brutalste Gruppe, die jemals an der Costa del Sol aktiv war"

Wie die Zeitung „El País” am Freitag unter Berufung auf die in dieser Sache seit März ermittelnden Beamten berichtete, handelte es sich um die „schlimmste Bande von Auftragsmördern, die jemals an der Costa del Sol aktiv war”. Es seien vorwiegend Schweden arabischer Herkunft gewesen. „Wir hatten hier noch nie eine so brutale Gruppe”, zitierte das Blatt einen Beamten.

Die nun ausgehobene Gruppe wurde den Erkenntnissen zufolge von 2 Brüderpaaren angeführt, die im Auftrag von Drogenbanden Morde beging. Bei den festgenommenen mutmaßlichen Bandenmitgliedern handle es sich um 7 Männer und 2 Frauen im Alter zwischen 24 und 64 Jahren, hieß es. Bei verschiedenen Hausdurchsuchungen seien neben Waffen, Handys und Bargeld auch 3 Luxusarmbanduhren im Wert von jeweils bis zu 250.000 Euro sichergestellt worden.

apa/dpa

stol