Neun Monate lang hatte die Bande Südtirol in Atem gehalten: Seit Juni 2013 hatten sie nicht weniger als sechs Bankomat-Säulen gestohlen, in Partschins, Romeno in Trient, Eppan, Freienfeld, Reischach und Karneid. Um dies zu bewerkstelligen, stahlen die fünf Männer zwischen 31 und 46 Jahren zudem sieben Fahrzeuge (einerseits Lieferwagen zum Abtransport der Bankomatsäule, andererseits schnelle Fluchtautos) und tätigten sieben Einbrüche in Privatunternehmen und Wohnungen, wo sie neben Geld auch Werkzeug für die Einbrüche entwendeten. Dass die Männer, die allesamt im Belluno ansässig sind, ausgerechnet in Südtirol und im Trentino tätig waren, ist laut Carabinieri kein Zufall: In Südtirol sind stärker als im restlichen Italien Bankomatsäulen verbreitet, die sich wohl einfacher entwenden lassen als andere Formen. Beute in verlassenem Haus gefundenNach der Verfolgungsjagd im Eisacktal wurden die fünf Männer zwischen 16. und 17. März diesen Jahres festgenommen und von Staatsanwalt Igor Secco verhört.Besonders das Videomaterial, das von den Überwachungskameras vor den betroffenen Bankfilialen aufgenommen worden war, half den Carabinieri dabei, die Täter zu identifizieren und mehr über den Tathergang zu erfahren.Am Montag dann der Durchbruch: Die fünf Inhaftierten zeigten sich in sämtlichen Anklagepunkten geständig und vervollständigten die Erkenntnisse der Ordnungshüter mit weiteren Hinweisen, auch, wo das in Karneid erbeutete Geld versteckt ist. Auf dem Dachboden eines verlassenen, abgelegenen Hauses in den Feldern um Tiers wurden die Ordnungshüter fündig:In für den Überfall benutzten Handschuhen, welche ihrerseits in Winterbekleidung versteckt waren, fanden die Carabinieri 22.200 Euro.Das Haus war von den Einbrechern im Rahmen der Verfolgungsjagd als Versteck verwendet worden.liz