„Ich wollte meine Bankomatkarte erneuern und war beim Direktor im Büro, als mich einer plötzlich von hinten packte, mir ein Ritzmesser an den Hals hielt und auf Italienisch schrie: ,Das ist ein Überfall‘“, erzählt Matthias (Name von der Redaktion geändert).<BR /><BR />„Zunächst dachte ich, es ist ein Freund, der mir einen bösen Streich spielt. Erst als er mir den Arm noch enger um den Hals drückte, verstand ich, dass es ernst war“, sagt Matthias. „Ich fragte den Angreifer, ob er etwas weniger drücken könnte, es tat weh. Daraufhin löste er den Griff etwas.“<h3> Vermummt und mit Gewehr</h3>Matthias habe nicht viel gesehen, weil die beiden Bankräuber hinter ihm waren. Sie waren vermummt und einer von ihnen hatte ein großes Gewehr in der Hand. „Die Bankangestellten waren sehr blass geworden und sagten, sie könnten ihnen kein Geld geben, weil alles im Tresor sei“, sagt Matthias. Auch er ist sichtlich mitgenommen, auch wenn er meint, das große Gewehr als Spielzeugwaffe erkannt zu haben. <BR /><BR />„Ich glaube, die beiden kommen aus Süditalien. Sie hatten definitiv einen südländischen Akzent. Außerdem stanken sie ziemlich, weil sie wahrscheinlich sehr sehr arm sind und sich nicht regelmäßig waschen können. Der Überfall war wahrscheinlich nicht gut geplant, eher eine Verzweiflungstat“, erzählt Matthias. <BR /><BR />Er selbst hatte ein paar hundert Euro in der Brieftasche. An seinem Geld wären die Räuber aber nicht interessiert gewesen. <h3> „Wahrscheinlich sind sie dem Geldtransporter gefolgt“</h3>„Die Bankräuber haben ein Säckchen gestohlen, wahrscheinlich war Geld darin. Ich konnte es nicht genau erkennen. Kurz zuvor hatte ein Sicherheitsmann eines Geldtransporters das Säckchen in die Bank gebracht. Wahrscheinlich waren sie ihm gefolgt und hatten es auf dieses Geld abgesehen“, sagt der Augenzeuge. <BR /><BR />Der Überfall hätte nur einige Minuten gedauert, danach hätten sich die beiden Bankräuber aus dem Staub gemacht.<BR /><BR />„Als der Überfall vorbei war, waren alle aufgebracht. Carabinieri trafen ein und nahmen die Ermittlungen auf. Nachdem ich ausgesagt hatte, konnte ich wieder nach Hause gehen“, sagt Matthias. „Jetzt muss ich aber noch den Carabinieri meine Kleider bringen, damit diese auf Spuren untersucht werden können.“<BR /><BR />„Seltsam, dass es mich getroffen hat“, sagt er abschließend, „ich gehe höchst selten in die Bank in St. Ulrich.“