Sonntag, 04. Dezember 2016

Barbarafeier der Berufsfeuerwehr

Wie jedes Jahr feierte die Bozner Berufsfeuerwehr am Sonntag auf der Feuerwache in der Drususallee ihre Schutzpatronin, die Heilige Barbara.

Foto/copyright: BF BZ
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Foto/copyright: BF BZ

Nach dem gemeinsam gefeierten Gottesdienst, zelebriert vom Grieser Pfarrer Robert Gamper und dem Feuerwehrkurat Pater Reinald, hielt der Kommandant Ernst Preyer in seiner Ansprache kurz Rückschau über das abgelaufene Tätigkeitsjahr.

Arnold Schuler, der Landesrat für Zivilschutz, bedankte sich in seinen Grußworten bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berufsfeuerwehr für ihren steten Einsatz im vergangenen Jahr für die Sicherheit der Bevölkerung in Bozen aber auch in ganz Südtirol und lobte die gute und professionelle Zusammenarbeit mit den anderen freiwilligen Einsatzorganisationen aber auch mit den Staats- und   Landesstellen. 

Immer mehr technische Einsätze

Wie die Berufsfeuerwehr mitteilte, sei mit 2.878 Einsätzen ist die Anzahl im Vergleich zum letzten Jahr leicht angestiegen. Allerdings befänden sich die Einsatzzahlen sich auf einem mehrjährigen Durchschnittswert. Pro Tag rückte die Berufsfeuerwehr im Schnitt 7,8 Mal aus.

Auch hat sich der bereits seit Jahren aufgezeigte Trend der immer weniger werdenden Brandeinsätze bestätigt. Nur mehr 17,30% aller Einsätze (inklusive Fehlalarme und Rauchmelder) werden in diesem Bereich getätigt. Das Tätigkeitsfeld verschiebt sich immer mehr in den technischen Bereich. Dazu zählen etwa Arbeitsunfälle, Kran- und Rüsteinsätze, Überschwemmungen, Umwelteinsätze, Katastropheneinsätze, Wasserrettungseinsätze und kleinere technische Hilfeleistungen.

Zudem hat die Berufsfeuerwehr im Laufe des Jahres beinahe 400 Tierrettungseinsätze durchgeführt. Diese gingen von zahlreichen Bienen- und Wespeneinsätzen bis hin zur Bergung von Wildtieren und exotischen Tieren, die sich in das Stadtgebiet verirrt hatten.

An zwei Sommertagen mussten die Wehrmänner aufgrund von starken Gewitterregen und Stürmen innerhalb weniger Stunden über 100 Einsätze abarbeiten. Solche Szenarien könne man nur durch die massive Unterstützung der drei Freiwilligen Feuerwehren von Bozen Stadt, Oberau/Haslach und Gries bewältigen, teilte die Berufsfeuerwehr am Sonntag mit.

Durchschittsalter über 45 Jahre

So wie im restlichen Europa steigt auch in Bozen das Durchschnittsalter der Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr ständig. Mittlerweile liege man bei 45,43 Jahren, so die Bozner Berufsfeuerwehr. Auch wenn in Kürze neue Feuerwehrmänner ihre Grundausbildung starten werden, wird sich dieser Wert nicht bedeutend nach unten bewegen. Dies müsse in der Ausbildung und der Körperertüchtigung vermehrt berücksichtigt werden.  

Auf jedem Falle positiv hervorzuheben sei, dass ab Montag die Grundausbildung von 12 neuen Feuerwehrmännern startet. Diese Mitarbeiter würden nach der 7-monatigen Ausbildung Ende Juni 2017 die 4 Dienstschichten, die bisher nur mehr durch das Ableisten von Überstunden abgedeckt werden konnten, personell entlasten. 

Bei einer Tagung mit allen Stations- und Kompaniekommandanten der Carabinieri und der Staatsanwaltschaft zum Thema Brandursachenermittlung wurde die bereits seit Jahrzehnten vorhandene Zusammenarbeit vertieft und weitere Verbesserungsmöglichkeiten erörtert.

stol