Montag, 29. Januar 2018

Bartra: "Ich hatte Todesangst"

Im Prozess um den Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat Fußballprofi Marc Bartra am Dienstag als Zeuge ausgesagt.

Marc Bartra am Dienstag im Zeugenstand.
Marc Bartra am Dienstag im Zeugenstand. - Foto: © APA/AFP

Fußballprofi Marc Bartra von Borussia Dortmund wurde schwer verletzt, als am 11. April 2017 neben dem Mannschaftsbus des BVB mehrere Sprengkörper detonierten. Bartra zog sich einen offenen Bruch des Unterarms zu. In einer in seinem Namen verfassten Erklärung heißt es: "Ich hatte Todesangst. Ich fürchtete, meine Familie nie wieder zu sehen."

BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang, der ebenfalls am Montag vor Gericht erwartet wurde, kam nicht. Er ließ sich wegen einer Erkrankung entschuldigen.

Angeklagte hatte gestanden

Der Angeklagte Sergej W. hatte den Bombenanschlag gestanden. Er beharrt jedoch darauf, dass er damit niemanden töten oder schwer verletzen wollte. Er habe lediglich dafür sorgen wollen, dass die Aktien des BVB an Wert verlieren, damit er so Spekulationsgewinne einstreichen konnte. Er bedauere zutiefst, was er getan habe, hatte er in dem Prozess ausgesagt.

Der Angeklagte Sergej W. - Foto: apa/afp

Marc Batra habe den Attentäter am Montag zum ersten Mal gesehen, sagte sein Anwalt Alfons Becker: "Ihm ist offensichtlich schwergefallen. Das ist auch nachvollziehbar. Das kann ich auch gut verstehen. Das war eine für ihn extrem belastende Lebenssituation, die er durchgemacht hat. Und auch der heutige Tag war nicht schön für ihn. Das kann ich, wie gesagt, voll nachvollziehen."

Die Staatsanwaltschaft hat Sergej W. unter anderem wegen 28-fachen versuchten Mordes angeklagt. Er war zehn Tage nach der Tat festgenommen worden.

reuters

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stol