Freitag, 24. April 2015

Basejumper Uli Emanuele: "Habe großen Fehler gemacht"

Ein Facebook-Post am Mittwoch hat die Fangemeinde des Leiferer Basejumpers Uli Emanuele in Aufruhr versetzt: "Nach acht Jahren Basejumping habe ich einen großen Fehler gemacht".

Uli Emanuele bei einem seiner Sprünge 2014 - Archivbild
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Uli Emanuele bei einem seiner Sprünge 2014 - Archivbild - Foto: © STOL

Der Post selbst verriet nicht viel, sorgte aber für einen besorgten Aufschrei auf Facebook:

"Nach acht Jahren Basejumping habe ich einen großen Fehler gemacht! Es tut mir sehr leid und ich bin sehr wütend mit mir selbst! Ich hatte großes Glück! Wir müssen vorsichtig sein!"

STOL hat bei dem 29-Jährigen aus Steinmannwald/Leifers nachgefragt, was bei dem Basejump vom Berg Mönch in den Berner Alpen (Schweiz) geschehen ist:

Uli Emanuele über seine Notlandung:

 

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Der Leiferer Basejumper Uli Emanuele - Foto: Facebook

"Ich habe den Sprung von 3450 Metern gemeinsam mit einem Freund unternommen. Alleine der Aufstieg zur Absprungstelle hat sechs Stunden gedauert. Deshalb mussten wir mit der ganzen Ausrüstung springen, mit Seilen, Steigeisen, allem. Dieser Umstand allein war schon nicht gerade ideal. Es handelte sich zudem um einen sehr langen Flug, insgesamt sechs Kilometer.

Es gab zwei Landemöglichkeiten: Eine lag näher, die zweite weiter weg. Ich wollte den längeren Flug wagen, habe es aber nicht geschafft und musste in einem Canyon notlanden. Zum Glück habe ich mich nicht verletzt.

Mein Freund, der nach mir gesprungen war, landete in der Zwischenzeit am näheren Landepunkt. Ich habe dann drei Stunden gebraucht, um aus dem Canyon wieder rauszukommen. 

Ich bin eigentlich nicht der unvorsichtige Typ, auch nicht nach acht Jahren. Ich war müde und schwer bepackt. In so einem Moment ist es leicht, eine falsche Entscheidung zu treffen.

Aber wenn ich daran denke, dass ich in über 1800 Sprüngen nun das erste Mal notlanden musste, ist der Prozentsatz doch sehr niedrig."

stol/liz

stol