Mittwoch, 27. Mai 2020

Bauarbeiten am Lawinenschutz im Schnalstal gehen weiter

In der kommenden Woche nimmt das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung West die Arbeiten an der Lawinenverbauung Hochegg im Schnalstal wieder auf.

Das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung West setzt ab der kommenden Woche die Arbeit an der Lawinenschutzverbauung Hochegg im Schnalstal fort; die Aufnahme entstand 2019.
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Das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung West setzt ab der kommenden Woche die Arbeit an der Lawinenschutzverbauung Hochegg im Schnalstal fort; die Aufnahme entstand 2019. - Foto: © Agentur für Bevölkerungsschutz
Um Vernagt vor der Lawine Hochegg zu schützen, verbaut das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West der Landesagentur für Bevölkerungsschutz das Anbruchgebiet dieser Lawine. Gearbeitet wird auf über 2000 Metern Meereshöhe.

Mit diesem Projekt werden die vor 6 Jahren begonnenen Arbeiten fortgesetzt. Ab dem 3. Juni, berichtet Bauleiter und Baustellenleiter Martin Eschgfäller, werden zunächst die Steige adaptiert und die Arbeitswege eingerichtet, dann erfolgen die Bohrungen für Anker und das Setzen von Ankerplatten.

Nach einem Projekt von Roland Schweitzer wird die Mannschaft um Vorarbeiter Stefan Kobald voraussichtlich den ganzen Sommer über die nächsten zwei Reihen Schneenetze zu den bereits bestehenden neun dazu errichten. Geplant sind circa 270 Laufmeter Netze, die im Tal zusammengebaut und anschließend mit Hubschrauber in das Anbruchgebiet der Lawine geflogen werden.

Der Weiler Vernagt, so ist der Lawinenchronik der Gemeinde Schnals zu entnehmen, war in der Vergangenheit immer wieder von der Lawine Hochegg bedroht. Zuletzt ging im Jahr 1986 eine Staublawine bis zum Stausee ab; die Straße war vier Tage lang unterbrochen.

lpa/stol

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