Einstimmig wird darin die zertifizierte Meldung (SCIA) für „alle privaten Tätigkeiten, insbesondere die unternehmerische, Handels- und Bautätigkeit“ eingeführt.Ab sofort in den vier Pilotgemeinden Bozen, Eppan, St. Ulrich und Vahrn; ab 1. Jänner 2013 gilt dies dann landesweit.Für Südtirols Gemeinden ist das zuviel des Guten. „Man kann mit dem Bürokratieabbau auch zu weit gehen und im Wilden Westen landen“, wettert Gemeindenpräsident Arno Kompatscher. Die zertifizierte Meldung (SCIA) sei nicht einmal vom Staat für Bautätigkeiten vorgesehen.Kompatscher: "Das kann nicht sein"„Anstelle eines aufwändigen Genehmigungsverfahrens teilt man bei der SCIA der Gemeinde einfach den Tätigkeitsbeginn mit“, sagt Kompatscher. Anders gesagt: „Erst wird einmal gebuddelt, theoretisch sogar für ein Haus. Das kann es nicht sein“, so Kompatscher.In der Landesregierung herrscht Verwirrung. „Nachdem der Gemeindenverband vehement die Rücknahme dieses Beschlusses fordert, habe ich das Thema in der Landesregierung noch einmal aufs Tapet gebracht“, sagt Urbanistiklandesrat Hans Berger. Sowohl Generalsekretär Hermann Berger als auch Wirtschaftslandesrat Thomas Widmann hätten aber auf den Beschluss bestanden.Denn: „Diese Reform kommt einer kopernikanischen Wende gleich“, meint Widmann. Heute warte ein Unternehmer wochenlang auf seine Genehmigungen.„Künftig teilt er der Gemeinde mit, dass er eine Bar eröffnet und sperrt sie am nächsten Tag auf“, so Widmann. Die Gemeinde habe dann 60 Tage Zeit für Kontrollen.______________________________________________________________________________Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe der Tageszeitung "Dolomiten".bv/D