Dienstag, 07. März 2017

Bauern aus Erdbebenregion protestieren in Rom

Hunderte Bauern aus dem mittelitalienischen Erdbebengebiet haben sich am Dienstag an einer Demonstration vor dem Parlament in Rom beteiligt. Mit Schafen und Ziegen forderten Viehzüchter von der Regierung Unterstützung zur Aufrechterhaltung ihrer Arbeit.

Foto: © LaPresse

25.000 landwirtschaftliche Betriebe befinden sich in den 131 Gemeinden der Regionen Latium, Marken, Umbrien und Abruzzen, die von der Erdbebenserie seit dem 24. August schwer getroffen wurden. Viele Ställe stürzten ein und zahlreiche Tiere starben, daher sei die Produktion in der lokalen Landwirtschaft gefährdet.

Es bestehe die Gefahr der Entvölkerung der betroffenen Gemeinden, warnte der Präsident des Landwirtschaftsverbands Coldiretti, Roberto Moncalvo, am Dienstag.

Laut Coldiretti leiden rund 100.000 Kühe, Schweine und Schafe unter den Folgen des Bebens. Viele Bauern hätten Probleme, genügend Wasser und Futter für ihre Tiere zu finden. Oftmals weigerten sich die Landwirte, ihr Vieh zurückzulassen.

Auch sei es für die Bauern schwierig, ihre Produkte auszuliefern, da viele Straßen in der Region schwer beschädigt wurden, hieß es seitens Coldiretti. Der Verband forderte „konkrete Hilfen“ für die Branche, damit die Bauern nicht aufgeben und die Region verlassen müssten. Landwirtschaft und Agrotourismus seien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region.

apa

stol