Montag, 11. Dezember 2017

Baumgartner: „Jugendliche finden auf rechten Weg zurück“

Die Ermittlungsverfahren wegen Straftaten, die Jugendliche begangen haben, sind innerhalb eines Jahres um 97 Fälle angestiegen. Dies geht vornehmlich aufs Konto der sogenannten Babygang, sagt der Präsident des Jugendgerichtes, Benno Baumgartner. Die gute Nachricht: „Fast alle Jugendlichen fanden – dank dem Zusammenspiel straf- und zivilrechtlicher Maßnahmen – auf den rechten Weg zurück.“

Beim Jugendgericht arbeiten Zivil- und Strafrecht Hand in Hand.
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Beim Jugendgericht arbeiten Zivil- und Strafrecht Hand in Hand. - Foto: © STOL

„Dolomiten“: Von Juli 2016 bis Juni 2017 hat die Staatsanwaltschaft gegen 743 jugendliche Straftäter ermittelt, im selben Zeitraum 2015/16 waren es noch 646. Werden Südtirols Jugendliche zusehends krimineller?

Benno Baumgartner: Sieht man nur die nackten Zahlen, könnte man das annehmen. Im selben Zeitraum ist auch die Anzahl der Vorverhandlungen am Jugendgericht von 210 auf 275 angestiegen. Dabei  handelt es sich aber hauptsächlich um die Verfahren zu den Straftaten der sogenannten Babygang. 

„D“: Strafmündig werden Jugendliche aber erst ab 14. Welche Konsequenzen hatten die Straftaten für die Jüngeren?

Baumgartner: Der große Vorteil des Jugendgerichtes ist, dass hier Zivil- und Strafrecht Hand in Hand arbeiten. Während sich die strafmündigen Jugendlichen für ihre Taten strafrechtlich verantworten müssen, werden bei den jüngeren Maßnahmen im zivilrechtlichen Bereich gesetzt. Wir arbeiten dabei viel mit den Familien der Kinder und Jugendlichen zusammen,  mit den Sozialdiensten, Psychologen, den Schulen, verfügen  erzieherische Maßnahmen.

D/rc

Das vollständige Interview und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol