Montag, 21. November 2016

Bautzen: Prozess gegen Schaulustige nach Brandanschlag

Im sächsischen Bautzen hat am Montag der erste Prozess um den Großbrand an einem noch unbewohnten Flüchtlingsheim vom Februar begonnen. 3 junge Männer sollen dabei die Löscharbeiten behindert haben, wie das Amtsgericht mitteilte.

In Bautzen müssen sich 3 Männer vor Gericht verantworten, die als Schaulustige bei einem Brandanschlag die Löscharbeiten behindert haben.
In Bautzen müssen sich 3 Männer vor Gericht verantworten, die als Schaulustige bei einem Brandanschlag die Löscharbeiten behindert haben. - Foto: © shutterstock

Den bereits Vorbestraften werden 9 Monate nach dem Brand zahlreiche Delikte vorgeworfen, darunter Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, gefährliche Körperverletzung, Diebstahl, Beleidigung und Sachbeschädigung. Insgesamt sollen bis zu 40 Zeugen gehört werden.

Die 3 Männer beobachteten als Schaulustige das Geschehen und sollen trotz Aufforderungen der Polizei den Platz vor dem brennenden Gebäude nicht geräumt und damit die Löscharbeiten behindert haben. Zudem sollen sie den Brand "in unangemessener Weise" kommentiert haben.

Das Großfeuer am 21. Februar 2016 im geplanten Asylbewerberheim sorgte bundesweit für Schlagzeilen, auch wegen der Behinderung der Löscharbeiten. Wer das Feuer gelegt, ist bisher unklar.

dpa

stol