Donnerstag, 20. August 2020

Bayer einigt sich in USA im Streit um Verhütungsspirale Essure

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat sich im US-Streit um angebliche Gesundheitsrisiken durch die Verhütungsspirale Essure in Zehntausenden Fällen geeinigt.

Die Spirale Essure  verursachte bei vielen Frauen unter anderem chronische Schmerzen, unregelmäßige Blutungen, Verletzungen an Gebärmutter und Eileiter sowie Depressionen.
Die Spirale Essure verursachte bei vielen Frauen unter anderem chronische Schmerzen, unregelmäßige Blutungen, Verletzungen an Gebärmutter und Eileiter sowie Depressionen. - Foto: © shutterstock
Für den Vergleich mit 90 Prozent der insgesamt 39.000 Klagen werden 1,6 Mrd. Dollar (1,35 Mrd. Euro) fällig, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Leverkusen mitteilte.

Die Einigung war angesichts zuletzt intensivierter Gespräche erwartet worden, weshalb Bayer schon Geld beiseite gelegt hat. Unter anderem auch deshalb waren im zweiten Quartal in der Pharmasparte 1,29 Mrd. Euro an Sonderkosten angefallen.

Bayer hatte das umstrittene Geschäft mit der Metallspirale 2013 mit dem Kauf des US-Herstellers Conceptus übernommen. Ende 2018 wurde es in den USA eingestellt.

Die Spirale konnte ohne chirurgischen Eingriff in die Eileiter eingesetzt werden. Allerdings klagten viele Frauen unter anderem über chronische Schmerzen, unregelmäßige Blutungen, über Verletzungen an Gebärmutter und Eileiter sowie Depressionen.

dpa

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