Samstag, 08. August 2015

"Bayern Ei" darf keine Eier mehr verkaufen

Alte Ware, gefälschte Haltbarkeitsdaten, Salmonellen-Verdacht: Das Unternehmen "Bayern Ei" kommt nicht aus den Schlagzeilen. Jetzt haben die Behörden Konsequenzen gezogen.

Das Unternehmen "Bayern Ei", das schon öfter wegen Tierquälerei und mangelnder Hygiene Schlagzeilen gemacht hat, darf keine Eier mehr verkaufen.
Das Unternehmen "Bayern Ei", das schon öfter wegen Tierquälerei und mangelnder Hygiene Schlagzeilen gemacht hat, darf keine Eier mehr verkaufen. - Foto: © APA/EPA

Das unter Salmonellen-Verdacht stehende Unternehmen "Bayern Ei" darf vorläufig keine Eier mehr verkaufen. Das teilte die Regierung von Niederbayern in der Nacht zum Samstag in Landshut mit. Das Verbot sei in Abstimmung mit dem Verbraucherschutzministerium in München verhängt worden.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg ermittelt gegen Verantwortliche des Betriebs wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Lebensmittelrecht. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass das Unternehmen zurückgegebene Ware neu verpackt und das Mindesthaltbarkeitsdatum verlängert habe, wie die Regierung berichtete.

Der Betrieb hatte zuletzt Ende Juli wegen des Verdachts auf Salmonellen Eier zurückgerufen. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits Ermittlungen, weil das Unternehmen für einen Salmonellen-Ausbruch im Sommer 2014 mit zwei Toten und Hunderten Erkrankten vor allem in Großbritannien und Österreich verantwortlich gewesen sein könnte.

dpa

stol