<b>Von Uwe Schwinghammer</b><BR /><BR />Wer dieser Tage von Wörgl auf der Autobahn in Richtung Kufstein fährt, wird eine Baustelle am Angerberg entdecken, auf die man sich keinen rechten Reim machen kann. <h3> Der nächste Teil der BBT-Zulaufstrecke in Tirol</h3>Hier entsteht unterirdisch gerade der nächste Teil der nördlichen BBT-Zulaufstrecke, erklärt ÖBB-Regionalsprecher Christoph Gasser-Mair: „Im zweiten Ausbauabschnitt zwischen Radfeld und Schaftenau ist der Rohbaustollen Angath, der spätere Rettungstunnel Angath, im Bau. Die Arbeiten an den Haupttunneln zwischen Radfeld und Schaftenau sollen im Jahr 2028 beginnen, die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2037 vorgesehen.“<h3> Vieles hängt vom deutschen Partner ab</h3>Was freilich das letzte, grenzüberschreitende Teilstück angeht, ist die ÖBB auf den deutschen Partner angewiesen. Gasser: „In diesem Abschnitt sind wir aktuell in Abstimmung mit der DB mit der Erstellung der Umweltverträglichkeitserklärung beschäftigt.“<BR /><BR />In Deutschland ist die Streckenführung zwischen München und Kiefersfelden aber noch immer nicht ganz durch. Der Plan für diesen Abschnitt wurde seitens der Deutschen Bahn (DB) 2021 vorgestellt.<BR /><BR /> Er sieht auf 70 Kilometern einen Tunnelanteil von über 50 Prozent vor, im Inntal sogar von über 60. Dabei seien, so DB-Sprecher Franz Lindemair, zwar sehr viele Wünsche der lokalen Bevölkerung berücksichtigt worden.<h3> Bauarbeiten sollen erst in den 2030er Jahren beginnen</h3> Allerdings offenbar noch nicht zufriedenstellen, denn „es sind weitere Forderungen politisch adressiert. Sie werden zusammen mit der zwischenzeitlich von der DB abgeschlossenen Vorplanung kommendes Jahr im deutschen Bundestag beraten“, so Lindemair. Das sei gesetzlich so vorgesehen. <BR /><BR />Erst dann erstellt die DB eine sogenannte Genehmigungsplanung. Nach dem derzeitigen – europaweit abgestimmten – Plan sollen die Bauarbeiten erst in den 2030er-Jahren beginnen und 2040 abgeschlossen sein.<BR /><BR />Um den stetig zunehmenden Verkehr – auch auf der Schiene – aber aufnehmen zu können, sind davor noch Verbesserungsarbeiten an der Bestandsstrecke geplant, so der Bahnsprecher: „Um zwischenzeitlich die Kapazitäten zu erhöhen und den ersten Verkehrszuwachs mit Inbetriebnahme des BBT aufzufangen, wird die DB den deutschen Abschnitt mit der neuen europäischen Zugsteuerungstechnik ERCS ausrüsten.“