Die Tafel der Vinzenzkonferenz verteilt Waren des täglichen Lebens wie Obst und Gemüse, Brot, Mehl, Reis, Nudel, Milch, Mehlspeisen, Joghurt und Hygieneartikel.<BR /><BR />„Wir betreuen derzeit 15 Familien und mehrere Einzelpersonen“, sagt Norbert Gamper. „Das sind insgesamt etwa 70 Kinder und Erwachsene – Tendenz steigend.“ Untergebracht ist die Tafel im sogenannten Waisenhaus, im deutschen Kindergartengebäude Erzherzog Eugen neben dem Deutschordenskonvent. „Vom Zentralrat der Vinzenzgemeinschaft in Bozen ging die Initiative aus, überall dort, wo Bedarf besteht, eine Tafel einzurichten“, blickt Gamper zurück. „Wir haben davor schon Lebensmittelgutscheine an Bedürftige ausgegeben und Senioren Obst und Gemüse bereitgestellt.“ <BR /><BR />An Menschen in Not verteilt werden Waren des täglichen Lebens wie Obst und Gemüse, Brot, Mehl, Reis, Nudel, Milch, Mehlspeisen, Joghurt und Hygieneartikel. Um verderbliche Waren ordnungsgemäß zu lagern, haben die Lananer Vinzenzbrüder mit Eigenmitteln eine Kühlzelle angeschafft. <h3> Betriebe spenden Lebensmittel</h3>„Unsere Tätigkeit lebt von Geld- und Sachspenden“, sagt Josef Perkmann vom Kontrollorgan der Vinzenzkonferenz Lana. „Wir haben Betriebe in Lana und Burgstall, die uns dankenswerterweise mit Lebensmitteln, Obst und Gemüse unterstützen. Es ist uns auch wichtig, die Ressourcen vor Ort zu nutzen und weite Wege zu vermeiden. Natürlich müssen wir auch Waren zukaufen, dank der Spenden ist uns das möglich.“ <BR /><BR />Weil die Arbeit der Vinzenzbrüder zu 100 Prozent ehrenamtlich sei, komme jeder Cent aus dem Spendentopf den Bedürftigen zugute. Zur immer mittwochs von 16 bis 18 Uhr geöffneten Tafel an der Erzherzog-Eugen-Straße in Lana haben nur Personen Zugang, die auch wirklich Hilfe brauchen. „Der Sozialsprengel teilt uns den Bedarf mit“, sagt Gamper. Und Perkmann ergänzt: „Wir arbeiten auch mit der Stillen Hilfe im Dorf und mit Gemeindesozialreferent Ernst Winkler gut zusammen.“ Um Zugang zu den Leistungen der Tafel zu bekommen, gibt es die personenbezogene Vinzicard. <h3> Auch Rechnungen werden bezahlt</h3>„Wir liefern die Waren auch, weil es Personen gibt, die nicht zu uns kommen können, um Lebensmittel und Hygieneartikel abzuholen“, sagt Perkmann. „Zudem unterstützen wir Mitmenschen, die Schwierigkeiten haben, beispielsweise ihre Miete, ihre Stromrechnung sowie Arzt- und Kondominiumsspesen zu begleichen. In diesen Fällen zahlen wir die Rechnungen. Niemand muss sich schämen, zu uns zu kommen, jeder kann plötzlich in eine schwierige Situation kommen.“ <BR /><BR />Präsident Norbert Gamper betont, dass einzig und allein die Bedürftigkeit ausschlaggebend sei, um Unterstützung von den Vinzenzbrüdern zu bekommen. „Herkunft, Hautfarbe und Religion interessieren uns nicht“, unterstreicht er. „Das gilt auch bei der Aufnahme von Helfern.“ <BR /><BR /><embed id="dtext86-53180500_quote" /><BR /><BR />Derzeit baut die Lananer Vinzenzkonferenz auf etwa 50 Freiwillige. „Neuzugänge sind immer herzlich willkommen“, betont der Präsident. Die steigenden Preise im Lebensmittelsektor und im Energiebereich bekommen auch die Vinzenzbrüder zu spüren: „Der Druck steigt, weil die finanziellen Probleme leider größer werden und sich immer mehr Leute schwer tun, über die Runden zu kommen“, bedauert Perkmann. <BR /><BR />Auch die Kriegsflüchtlinge hat die Lananer Vinzenzkonferenz nicht vergessen: „Sollten Flüchtlinge aus der Ukraine zu uns nach Lana kommen, stehen ihnen natürlich auch unsere Türen offen“, verspicht Josef Perkmann. Und neben Lebensmitteln und Waren des täglichen Gebrauchs bietet die Lananer Vinzenkonferenz Bedürftigen auch ihre Hilfe an, wenn Wohnungen neu einzurichten sind, Möbel und Haushaltgeräte fehlen oder diese auch nur von A nach B transportiert werden müssen.<BR />