„Das Gutachten für die Taxilizenzen ist leider negativ ausgefallen“, sagte Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser, „die Behörde empfiehlt mit 60.000 Euro einen wesentlich niedrigeren Preis für die Lizenzen.“ <BR /><BR />Damit muss die Stadtgemeinde die Ausschreibung der zehn neuen Taxilizenzen verschieben. Der Stadtrat hatte im Jänner folgende Tarife festgelegt: 115.000 Euro pro Lizenz für Elektrofahrzeuge, 125.000 Euro für alle anderen Antriebsarten, 95.000 Euro bei einer fünfjährigen Verpflichtung zum Nachtdienst ab Erteilung der Lizenz, sowie 85.000 Euro für Fahrzeuge, die speziell für die Beförderung von Menschen mit Beeinträchtigung ausgerüstet sind. <BR /><BR />„Wir hatten der staatlichen Behörde erläutert, wie wir die Preise für die Lizenzen festgelegt haben. Dabei hatten wir den Richtwert der Lizenzverkäufe der vergangenen vier Jahre in Bozen als Vorlage genommen und sind auf einen Preis von 165.000 Euro gekommen. Das erschien uns zu hoch. Deshalb haben wir einen Maximalwert von 125.000 festgelegt, und dies gegenüber der Behörde begründet“, so die Stadträtin. <BR /><BR />Jetzt werde die Stadtverwaltung das achtseitige Gutachten der ART aus Turin eingehend mit der Anwaltschaft prüfen. „Schon am Montag wird es ein Treffen mit den Vertretern der Taxifahrer geben, um so schnell wie möglich eine Lösung zu finden und die zehn neuen Lizenzen bald ausschreiben zu können“, sagte Ramoser.<h3>„Müssen unseren neuen Beschluss der Behörde nicht mehr vorlegen“</h3>Man werde den Spielraum für den Preis der neuen Lizenzen ausloten, der Stadtrat werde bald einen neuen Beschluss für die Taxilizenzen fassen. „Dabei werden wir uns an das Gutachten anlehnen und die Beträge anpassen. Da wir den neuen Beschluss nicht noch einmal an die Verkehrsregulierungsbehörde nach Turin schicken müssen, dürfte sich die Ausschreibung nicht allzu lange verzögern“, betonte die Mobilitätsstadträtin. <BR /><BR />Auf neue Taxilizenzen wartet Bozen seit Jahren, denn mit den derzeit 50 Taxis kann der Bedarf nicht gedeckt werden: Der Anteil der wegen nicht einsatzbereiter Taxis ausgefallenen Fahrten liegt bei zwölf Prozent. Bei 200.000 Fahrten jährlich entspricht das etwa 24.000 nicht zustande gekommenen Fahrten – rund 65 pro Tag. Bei Taxis heißt es also oft: bitte Warten.