Die Zahl der psychischen Erkrankungen in Südtirol ist seit der Corona-Pandemie stark angestiegen, sagt Roger Pycha, Primar der Psychiatrie am Krankenhaus Brixen zu STOL. „Vor allem im Vorjahr war das der Fall.“ Inzwischen, so scheint es, hätten die Menschen besser gelernt mit dieser Pandemie umzugehen.<BR /><BR />Nichtsdestotrotz seien die Auswirkungen auf die Psyche nach wie vor unübersehbar: „Vor allem Depressionen und Angststörungen haben zugenommen in Südtirol“, so Pycha. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="718811_image" /></div> <BR /><BR />Aber nicht nur die Pandemie wirke sich auf die Psyche aus, sondern auch das Coronavirus selbst: „Durch eine Südtiroler Studie ist mittlerweile belegt, dass Menschen, die an Corona erkranken, ein 3 Mal so hohes Risiko haben eine Depression zu bekommen, als Personen, die nicht Corona haben“, so Pycha.<BR /><BR />Warum das so ist, müsse noch genauer erforscht werden: „Der Grund kann sein, dass das Virus in das Gehirn gerät, der Grund kann aber auch ein anderer sein“, sagt der Psychiater. <BR /><BR />Dies sei noch Teil der wissenschaftlichen Forschung. „Dass das Risiko, durch Corona an einer Depression zu erkranken, 3 Mal so hoch ist, ist inzwischen aber wissenschaftlich erwiesen“, so Pycha.<BR />