Der Gratscher Otto Waldner, der „Saltenhofer Sepp“, wird am 4. Mai für die SVP antreten. 2021 hatte er noch als Bürgermeisterkandidat die Freiheitliche-Liste mit 14 Gemeinderatskandidaten angeführt. <BR /><BR />„Bei den Freiheitlichen ist das Fußvolk nicht so gefragt, wenn das Ziel erreicht ist“, sagt er zu seinem Wechsel. Er, Otto „Sepp“ Waldner, habe „noch viele Kollegen bei der Volkspartei“. Da seine blaue „Mann- und Frauschaft keine Lust mehr hat und ich von meiner Ex-Chefin (Ulli Mair, Anm. d. Red.) nach der Landtagswahl nichts mehr gehört habe, obwohl ich 2023 noch für die Freiheitlichen gerannt bin“, kehre er zur SVP zurück, deren Mitglied er in den 1970er und 1980er Jahre gewesen sei. <BR /><BR />„Ich wurde von Bauernkollegen – von Ortsbauernbund-Obmann Michl Höller und danach von Christoph Mitterhofer – gefragt, ob ich nicht für die Volkspartei kandidieren möchte. Und ich habe geantwortet: ,Ihr wisst schon, dass ich mit meinen 79 Jahren nicht mehr der jüngste bin, aber wenn ihr mich brauchen könnt, dann setzt mich auf die Liste“, sagt der „Saltenhofer Sepp“. Er habe seine politische Meinung nach seinem Abstecher zu den Freiheitlichen erneut geändert. „Denn es ist nicht alles schlecht, was die Volkspartei tut. Und noch etwas: Kritisieren ist einfacher als etwas gut zu machen. Ich habe verstanden, dass alle nur mit Wasser kochen. Und deswegen bin ich zum Ursprung der Kocherei zurückgegangen“, erklärt der Gratscher Bauer seine Rückkehr zur SVP.<BR /><BR />„Ich weiß, dass es den Bauern ein Anliegen war, ihn ins Team zu holen. Obendrein haben wir mit Verena Brunner, einer Bauernkandidatin Anfang 20, eine gute Ergänzung. Waldner bringt Erfahrung mit. Wir sind eine Sammelpartei, in der alle Interessensgruppen vertreten sind – auch der konservative Flügel, das patriotische Lager. Waldners Kandidatur ist absolut zu begrüßen“, sagt SVP-Stadtkomitee-Obfrau und Bürgermeisterkandidatin Katharina Zeller. Als Gratscher Bauernvertreter dürfte er auch im patriotischen Lager Stimmen binden, so Zeller.<h3>Erstmals 4 Italiener auf Edelweiß-Liste</h3>Erstmals sind heuer auf der Meraner SVP-Liste 4 italienischsprachige Kandidaten. Es sind dies der Forstbeamte Paolo Talamoni, der Bankbedienstete Claudio Fraschetti, die Anwältin Paola Muscolino sowie Kaufmann Otto Coppitelli. „Laut SVP-Statut kann jeder Südtiroler Mitglied werden und auf der SVP-Liste antreten. Es ist nicht so, dass wir proaktiv Italiener suchen. Leute, die beispielsweise von der Bürgerliste ,Mutiges Meran/Merano coraggiosa‘ angesprochen wurden, wollten dann ausdrücklich auf unserer SVP-Liste kandidieren. Andere sind direkt auf uns zugegangen“, sagt Vizebürgermeisterin Zeller.