Die Bergsteiger, die aus Polen stammen und derzeit in München leben, hatten am Samstag eine hochalpine Gletschertour geplant: Sie wollten vom Stubaital aus auf den Wilden Freiger, von dort auf den Gletscher absteigen und dann hoch zum Becherhaus, wo sie im Winterraum übernachten wollten. Die beiden 28-Jährigen gelangten auf den Gipfel des Wilden Freigers, danach kamen sie vom Weg ab. <BR /><BR />„Der Weg verläuft genau auf dem Grat, von dort sind die beiden Alpinisten aber abgekommen und haben die Orientierung verloren“, berichtet Philipp Braunhofer, der Rettungsstellenleiter der Bergrettung Ridnaun/Ratschings. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1236147_image" /></div> <BR /><BR />„Da ihnen auch die Kälte zu schaffen machte und es dunkel geworden war, haben sie kurz nach 18 Uhr einen Notruf abgesetzt“, erklärt Philipp Braunhofer. Die Bergrettung konnte in Zusammenarbeit mit dem Notarzthubschrauber Pelikan 1 den Mann und die Frau auf einem Felsvorsprung auf etwa 3350 Metern ausfindig machen. Sie hatten mit Lichtzeichen auf sich aufmerksam gemacht. Sie wurden leicht unterkühlt, ansonsten aber unverletzt, ins Tal geflogen. <BR /><BR />Laut Braunhofer war das Paar für diese hochalpine Tour angemessen ausgerüstet, nicht jedoch für den Fall, dass sie am Berg hätten biwakieren müssen. Er glaubt, dass die Alpinisten bei der Tourenplanung die Kälte, die früh einbrechende Dunkelheit und auch die Schneemengen unterschätzt haben. „Die Wetterstation am Wilden Freiger hat in der Nacht minus 10 Grad gemessen. Hätten die beiden Bergsteiger die Nacht bei diesen Temperaturen im Freien verbringen müssen, wäre es sicher kritisch geworden“, meint Braunhofer.