Wir haben nachgefragt, wie die Situation im Land aussieht.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1257543_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />In der Landeshauptstadt Bozen sind die verfügbaren 70 Plätze im Winternachtquartier längst schon voll. „Wir haben auch die 20 Notaufnahmeplätze bereits aktiviert“, berichtet <b>Bozens Sozialstadträtin Patrizia Brillo</b> (im Bild). Niemand müsse aber bei eisigen Temperaturen im Freien schlafen. „Es gibt noch Plätze in Brixen, Bruneck und Leifers“, sagt sie. Die Notaufnahmeplätze seien dort noch gar nicht aktiviert worden. <h3> Wo es noch freie Plätze im Land gibt</h3>Das bestätigt <b>Brunecks Sozialstadtrat Lukas Neumair</b>. „Aktuell sind 15 der 20 Plätze belegt. Die Notaufnahmeplätze mussten noch nicht aktiviert werden.“ Im Ex-Alimarketgebäude in Bozen stehen noch fünf Plätze für Arbeiter bereit. Stadträtin Brillo stellt klar, dass einige Personen erst vor wenigen Tagen von anderen Regionen nach Südtirol gekommen sind. „Ein Asylantragsteller fällt beispielsweise in die Zuständigkeit jener Gemeinde, der er zur Unterbringung zugewiesen wird“, so die Sozialstadträtin. <BR /><BR />Die Organisation „Bozen Solidale“ kritisiert in einer Aussendung, dass mehr als 100 Personen in Bozen derzeit auf der Straße schlafen müssen und gezwungen sind, in der Kälte auszuharren. „Alle Anfragen sind gedeckt. Viele Menschen wollen gar nicht in einem Winternachtquartier untergebracht werden und wenden sich auch nicht an uns“, kontert Sozialstadträtin Brillo. <h3> Zahl der Obdachlosen im Land unklar</h3><div class="img-embed"><embed id="1257546_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Meran, Südtirols zweitgrößte Stadt, verfügt über 45 Plätze im Winternachtquartier sowie fünf Plätze im Notquartier, Letzteres wurde bereits aktiviert. „Wir sind fast ausgelastet“, sagt <b>Sozialstadtrat Stefan Frötscher</b> (im Bild). Bei den Frauen sind noch wenige Plätze frei, bei den Männern nicht. In den vergangenen Tagen wurden einige Männer an den sogenannten „Infopoint“ nach Bozen verwiesen, die einheitliche Anlaufstelle. „Dort werden die Plätze im ganzen Land koordiniert“, weiß Frötscher. „Wir sind landesweit gut aufgestellt“, zeigt er sich optimistisch. <BR /><BR />Wie viele Obdachlose es im Land gibt, ist schwierig festzustellen. Der Streetworkingdienst hat im September 2025 254 Menschen auf der Straße angetroffen und unterstützt, so die Antwort von Soziallandesrätin Rosmarie Pamer im vergangenen Herbst auf eine Landtagsanfrage der Grünen.