Wie in Südtirol und im restlichen Italien ist auch in Deutschland die Gewalt gegen Ärzte ein alltägliches Phänomen. Der Präsident der Bundesärztekammer Dr. Klaus Reinhardt und sein italienisches Pendant Dr. Filippo Anelli, Präsident der FNOMCeO („Federazione Nazionale Ordini dei Medici Chirurghi e Odontoiatri“), waren sich einig: „Eine gute Gesundheitsversorgung ist nur in einem sicheren Arbeitsumfeld möglich, in dem Ärzte frei von Aggressionen arbeiten können. <BR /><BR />Auch die konsequente Anwendung strafrechtlicher Instrumente kann dazu beitragen, diese Gewalt einzudämmen und im Interesse der Patienten und der Gesellschaft als Ganzes sicher zu arbeiten.“ <BR /><BR /><embed id="dtext86-67102939_quote" /><BR /><BR />Dem konnte auch Dr. Oberrauch – nicht zuletzt aufgrund der jüngsten Attacken gegen Kollegen – nur zustimmen. Weitere Themen waren u. a. der Personalmangel und die schrittweise Aufgabe von Gesundheitsdiensten. „Eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Ärztekammern ist entscheidend, um eine solide und dauerhafte Vereinbarung im Gesundheitswesen zu schaffen“, ist sich Dr. Oberrauch sicher. <BR /><BR />Darüber hinaus erleichtert eine enge Zusammenarbeit den Austausch bewährter Praktiken und fördert eine stärkere Integration zwischen den verschiedenen Fachrichtungen. „Besonders interessant ist, dass die Südtiroler Ärztekammer Teil des internationalen Netzwerks der Kammern ist, was neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit eröffnet“, so Dr. Oberrauch.