Samstag, 03. Oktober 2015

Bei Regen Asphalt futsch: Mieser Betrug im Schlerngebiet

Sieht die Einfahrt wegen Löcher im Asphalt nicht mehr ganz so einladend aus, liegt der Gedanke an Instandhaltungsarbeiten nahe. Doch aufgepasst bei allzu günstigen Angeboten: Südtirol ist ins Visier von sogenannten „Asphalt-Schwindler“ geraten. Drei Männer hat die Polizei nun angezeigt.

Foto: Shutterstock
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Was hinter dem Schwindel mit dem schlechten Asphalt steckt, erklärten die Polizisten auf einer Pressekonferenz am Samstagvormittag in der Bozner Quästur.

Die Masche ist stets dieselbe: Die Betrüger werden mit Vorliebe bei Privatpersonen vorstellig und machen diese auf Asphalt-Mängel an deren Einfahrten oder Innenhöfen aufmerksam. Dann unterbreiten sie ein Angebot. Wird dieses angenommen, flicken sie die Löcher im Asphalt, verlangen den abgemachten Betrag – Schecks werden bevorzugt – und ziehen von Dannen.

Das Problem: Der verwendete Asphalt ist minderwertig und nicht von langer Dauer, der Schaden für die getäuschte Privatperson allerdings groß.

Schlerngebiet und Eisacktal heimgesucht

Genau solche Asphalt-Schwindler sollen in den vergangenen Tagen im Schlerngebiet und in Teilen des Eisacktals unterwegs gewesen sein.

Die Beamten der Bozner Quästur kamen den Männern am Donnerstag auf die Schliche: „Bei einer Kontrolle in der Bozner Reschenstraße haben wir drei verdächtige Personen bemerkt“, schildern die Polizisten. In dem Lieferwagen, mit dem die Männer unterwegs waren, habe man 20 Gramm Haschisch entdeckt – und 26.000 Euro in bar. Geld, das aus dem Schwindel mit schlechtem Asphalt stamme, sind sich die Beamten nach Ermittlungen sicher.

 

Foto: Quästur

 

Nach mutmaßlichem Komplizen wird gefahndet

Die drei Männer – zwei stammen aus Irland, der dritte aus Rumänien – wurden angezeigt. Einen vierten Komplizen habe man bereits ausgeforscht, auch er soll aus Rumänien stammen. Nach ihm wird derzeit noch gefahndet.

stol

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