Knapp 147 zusätzliche Pflegekräfte würde es brauchen, um eine Reduzierung der Arbeitszeit von derzeit 38 auf 36 Wochenstunden umzusetzen. Diese Auskunft gibt Gesundheitslandesrat Dr. Hubert Messner auf Anfrage von Maria Elisabeth Rieder (Team K). Wie berichtet, wollen die Gewerkschaften dieses Vorhaben fallen lassen.<BR /><BR />Sie ist einer der Kernpunkte der von der Landesregierung im vergangenen Oktober beschlossenen Richtlinien für die Verhandlungen des Zusatzvertrages fürs nichtärztliche Personal: Die Reduzierung der Arbeitszeit bei gleichbleibendem Lohn. <h3> Ein interessanter Gegenvorschlag</h3>Wie berichtet, ist von Seiten der Gewerkschaften ASGB und Nursing Up der öffentlichen Delegation ein Gegenvorschlag unterbreitet worden. Dieser sieht vor, die Reduzierung der Arbeitszeit fallen zu lassen und mit den frei werdenden Geldmitteln u.a. die derzeitige Zusatzentlohnung aufzuwerten, die Berufskarriere einzuführen sowie die Vereinheitlichung der Betriebsabkommen in Angriff zu nehmen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1030896_image" /></div> <BR /><BR />In Anbetracht der ohnehin knappten oder gar löchrigen Personaldecke im Pflegebereich ein durchaus berechtigter Vorschlag. Wie Gesundheitslandesrat Messner auf Rieders Anfrage hin wissen lässt, würde durch die Arbeitszeitreduzierung von 38 auf 36 Wochenstunden zusätzliches Personal im Ausmaß von 146,85 Vollzeitäquivalenten benötigt. „Dies unter der Annahme, dass durch eine bessere Reorganisation die verlorene Arbeitszeit der Teilzeitkräfte voll abgefedert, und jene der Vollzeitkräfte im Ausmaß von 10 Prozent reduziert werden kann“, so Messner.<h3> Es braucht zusätzliches Geld</h3>Zur Abdeckung der verloren gegangenen Stunden braucht es aber nicht nur Personal sondern auch zusätzliches Geld. Um die Reduzierung der Arbeitszeit im Pflegebereich abzudecken, „wird beabsichtigt, einen Fonds in der Höhe von 19,5 Mio. Euro einzurichten, welcher mit neuen Geldmitteln finanziert werden soll“, so Messner. <BR /><BR />Mit diesem Fonds soll zudem die Weiterbildung außerhalb der Arbeitszeit finanziert werden. Dadurch sichere sich das Personal einen Mehrverdienst und dem Sanitätsbetrieb gelinge es, Arbeitszeit einzusparen, so der Gesundheitslandesrat.<BR />