Montag, 08. Juli 2019

Beinahe-Unfall mit Kreuzfahrtschiff in Venedig: Bürgermeister empört

Nachdem am Sonntag nur knapp ein Unfall mit einem Kreuzfahrtschiff in Venedig verhindert worden ist, hat der Bürgermeister der Lagunenstadt empört reagiert. Stadtchef Luigi Brugaro warf der italienischen Regierung vor, keine Maßnahmen für einen Bann der Kreuzfahrtschiffe aus dem Giudecca-Kanal ergriffen zu haben.

Das Kreuzfahrtschiff „Costa Deliziosa“, das am Sonntag bei starkem Wind von einem Schlepperdienst aus der Lagune gezogen wurde, ist unweit des berühmten Markusplatzes vermutlich wegen des Hagels und dem starken Regen einer am Kai vertauten Jacht gefährlich nahe gekommen. - Foto: Ansa
Das Kreuzfahrtschiff „Costa Deliziosa“, das am Sonntag bei starkem Wind von einem Schlepperdienst aus der Lagune gezogen wurde, ist unweit des berühmten Markusplatzes vermutlich wegen des Hagels und dem starken Regen einer am Kai vertauten Jacht gefährlich nahe gekommen. - Foto: Ansa

Das Kreuzfahrtschiff „Costa Deliziosa“, das am Sonntag bei starkem Wind von einem Schlepperdienst aus der Lagune gezogen wurde, ist unweit des berühmten Markusplatzes vermutlich wegen des Hagels und dem starken Regen einer am Kai vertauten Jacht gefährlich nahe gekommen. (STOL hat berichtet) Der Hauptschlepper zog den Kreuzfahrtriesen von der Jacht weg, bevor die beiden Schiffe zusammenstießen. Wasserbusse schaukelten auf den Wellen im Kanal, Passagiere gerieten in Panik.

„Die Wetterbedingungen waren gestern außerordentlich, doch die Regierung muss ihrer Pflicht nachkommen. Die Verantwortung für das, was gestern geschehen ist und in Zukunft geschehen könnte ist, liegt bei der Regierung“, kritisierte Brugnaro. Er dankte dem Einsatz des Personals des Schleppers und der Wasserbusse, die mit ihrer Reaktion eine Katastrophe vermeiden konnten.

Der Bürgermeister drängte, dass Kreuzfahrtschiffe in Marghera anlegen und über den tiefer auszubaggernden Kanal Vittorio Emanuele und den Canale dei Petroli fahren. Mit diesem Vorschlag seien Bürger, Gemeinde, Hafenbehörde und die Region Venetien einverstanden. Jetzt fehle noch das Grüne Licht der Regierung. Auch die Verantwortung für den Unfall am Sonntag liege bei der Staatsführung.

Ein außer Kontrolle geratener Kreuzfahrtriese rammte Anfang Juni beim Anlegen in Venedig ein Ausflugsschiff. Vier Insassen des kleineren Bootes wurden leicht verletzt.

apa

stol